Im Rahmen der Ukraine-Hilfe finanziert die Bundesregierung die Herstellung von Radhaubitzen Bogdana 155mm auf Fahrgestellen Mercedes-Benz Zetros. Wie das ukrainische Verteidigungsministerium am 19. Dezember mitgeteilt hat, werden 750 Millionen Euro aus einem 1,2 Milliarden Euro-Unterstützungspaket für den Bau von 200 Radhaubitzen genutzt.

Zetros für die Radhaubitze Bogdana
Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium erfolgte die Wahl des Zetros-Fahrgestells wegen der Mobilität, Überlebensfähigkeit und Nachhaltigkeit unter Kampfbedingungen. Der Zetros wird als eine von Mercedes-Benz in Deutschland hergestellte Schwerlast-Militärplattform gesehen, die für den Einsatz in rauen Umgebungen – Gelände und schlechte Infrastruktur – konzipiert ist.
Von Deutschland gelieferte Mercedes-Benz Zetros-Lkw sind bereits bei den ukrainischen Streitkräften im Einsatz und bilden die logistische Grundlage für die Integration der neuen Bogdana-Varianten. Die Haubitze selbst hat eine besondere Bedeutung: Bogdana ist das erste in der Ukraine entwickelte 155-mm-Selbstfahrlafettensystem, das vollständig mit den NATO-Munitionsstandards kompatibel ist.
Radhaubitze Bogdana im ukrainischen Heer
Die Radhaubitze Bogdana wird seit 2023 als vollständig ukrainisches Produkt vom Traktorenwerk Charkiw hergestellt. Der Hersteller des ursprünglichen Trägerfahrzeugs ging in Konkurs. Dann wurde ein belarussisches Trägerfahrzeug ausgewählt, die aber nach Beginn des russischen Angriffskrieges nicht mehr nachbeschafft wurden. Der Tatra als Trägerfahrzeug verteuerte das Projekt erheblich. Jetzt wurde der Zetros als Träger ausgewählt.
Die Leistungsfähigkeit der Bogdana entspricht etwa der französischen CAESAR. Für den Einsatz auf dem Gefechtsfeld haben die Ukrainer nach einer offiziellen Mitteilung 30 Bogdana und 55 CAESAR zur Verfügung. Insgesamt sind 420 155mm-Selbstfahrhaubitzen im Bestand des ukrainischen Heeres, darunter 167 M109 aus den USA und 32 Panzerhaubitzen 2000 aus Deutschland.
Gerhard Heiming




















