Hensoldt liefert weitere Hochleistungsradare an die Ukraine. Der Auftrag in einem Volumen von mehr als 340 Millionen Euro unterstreicht die Bedeutung für die Luftverteidigung.

Der Sensorik-Spezialist Hensoldt hat einen umfangreichen Auftrag zur Lieferung von Radarsystemen für die Luftverteidigung der Ukraine erhalten. Das hat das Unternehmen in einer Mitteilung bekanntgegeben. Im Rahmen eines Gesamtpakets im Wert von über 340 Millionen Euro sollen demnach sowohl TRML-4D-Hochleistungsradare als auch SPEXER 2000 3D Mk III-Kurzstreckenradare geliefert werden.

Einige Systeme schützen die Ukraine seit Kriegsbeginn

„Unsere Hochleistungsradare werden von der ukrainischen Luftverteidigung dringend benötigt“, erklärte Hensoldt-CEO Oliver Dörre. „Einige Systeme schützen die Ukraine bereits seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Wir sind stolz, weitere Systeme liefern zu dürfen – sie sind von entscheidender Bedeutung für den Schutz der Bevölkerung.“

Die TRML-4D ist bereits als Bestandteil des deutschen IRIS-T SLM-Flugabwehrsystems im Einsatz. Gemeinsam mit den SPEXER-Systemen sollen die neuen Radare zur Detektion, Zielverfolgung und Koordination von Abwehrmaßnahmen gegen Luftbedrohungen beitragen.

Hensoldt treibt Aktivitäten in Asien voran

Auch in Asien verstärkt Hensoldt seine Aktivitäten: Gemeinsam mit dem südkoreanischen Partner Young Poong Electronics (YPE) wurde ein Lizenz- und Fertigungsabkommen geschlossen. Künftig wird YPE vor Ort den leichten Flugdatenschreiber LCR 100 sowie den kombinierten Sprach- und Datenrekorder FCR 230 produzieren. Die Systeme sollen zunächst den südkoreanischen Markt bedienen und perspektivisch auch in andere asiatisch-pazifische Länder exportiert werden.

Parallel treibt das Unternehmen seine digitale Transformation voran. Hensoldt setzt künftig auf die SAP-Cloud-Infrastruktur, die in eigenen Rechenzentren von SAP betrieben wird und höchsten Anforderungen an Sicherheit, Datensouveränität und nationale Compliance genügt. Mit dem frühzeitigen Wechsel zu einer Cloud-Lösung „Made in Germany“ bekräftigt Hensoldt seinen Anspruch, technologische Souveränität aktiv mitzugestalten.

jf