Baubeginn in Litauen für die Kaserne der deutschen Brigade
Mit der Grundsteinlegung auf dem Truppenübungsplatz Rūdninkai im Südwesten Litauens nahe der polnischen Grenze und in der Nähe der „Suwalki-Lücke“ wurde ein wichtiger Meilenstein für den Bau der Kaserne dokumentiert, in der die deutsche Kampftruppenbrigade 2025 in Dienst gestellt werden und 2027 ihre volle Einsatzbereitschaft erreichen soll.
Teilnehmer an der Zeremonie waren u.a. die Premierministerin Ingrida Šimonytė, der Verteidigungsminister Laurynas Kasčiūnas, der Generalstabschef General Raimundas Vaikšnoras aus Litauen und der Staatssekretär im BMVg Nils Hilmer.

„Unser Ziel ist es nicht, zu drohen oder einzuschüchtern, aber wir verherrlichen oder preisen auch nicht die Gewalt, wie es unsere Gegner tun. Aber wir sind zuversichtlich und müssen immer zuversichtlich sein, dass es uns, wenn nötig, nicht an dem Willen oder der Kraft mangeln wird, jeden, der unsere Stärke auf die Probe stellen will, seine Entscheidung bereuen zu lassen“, sagte Šimonytė.
Hilmer stellte fest, dass mit dem Bau der Kaserne die deutsche Zeitenwende lebendig werde.
Die zukünftige Kaserne soll auf einem 170 Hektar großen Gelände des ehemaligen Übungsplatzes der sowjetischen Luftwaffe errichtet werden und Platz für die mehr als 4.000 Angehörigen der deutschen Brigade bieten. Die vom litauischen Verteidigungsministerium verbreitete Skizze zeigt Stabs- und Unterkunftsgebäude, Werkstätten, Abstellflächen und -hallen sowie Sport- und Ausbildungsanlagen. Insgesamt sollen 120 Gebäude errichtet und zehn km Straße gebaut werden.

„Neben dem Bau des Militärgeländes sind weitere Arbeiten im Gange, darunter die Planung und der Bau von Schießständen für schwere Maschinengewehre und Schützenpanzer, die Planung und der Bau eines Mehrzweckgeländes, d. h. die Planung eines Panzerschießplatzes“, sagte Minister Kasčiūnas.
Im Rahmen eines Anfang August unterzeichneten 125 Millionen Euro-Vertrages mit dem litauischen Unternehmen Eikos Statyba wird zurzeit die Liegenschaft von Bomben und Blindgängern befreit. Bis zum Herbst soll das besonders belastete Zentrum des Geländes geräumt sein, damit die Bauarbeiten planmäßig beginnen können.
Im Juli waren in der deutschen Presse Zweifel artikuliert worden, ob der Zeitplan eingehalten werden könne. Es wurde eine Verzögerung von ein bis zwei Jahren vermutet. Aussagen dazu gab es weder von deutscher noch von litauischer Seite.
Redaktion / gwh















