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Für den geschützten Transport Verwundeter zwischen unterschiedlichen Behandlungseinrichtungen erhält die Bundeswehr zwölf Geschützte Verwundetentransportcontainer (GVTC). Nach Zustimmung der zuständigen Bundestagsausschüsse am 23. Juni 2021 hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) am 1. Juli 2021 mit Airbus Defence and Space die Lieferung der GVTC zum Stückpreis von ca. drei Millionen Euro in der Zeit von 2024 bis 2026 vereinbart.

Der GVTC wird mit geschützten oder ungeschützten Logistik-Lkw mit Containerschnittstelle transportiert. Der 20 Fuß ISO-Container wiegt ca. 13,5 Tonnen und verfügt über einen kompakten Technikraum mit Stromerzeuger und Klimaanlage. Um die Angehörigen der Bundeswehr sowohl stationär als auch während der Fahrt umfassend sanitätsdienstliche versorgen zu können, stehen eine Sauerstofferzeugungsanlage, zwei Beatmungsgeräte, und – im Standard „Intermediate Care“ – Infusionsgeräte sowie Monitore zur Überwachung der Vitalparameter zur Verfügung. Die Anlage ist für mindestens acht Stunden autark.

Bis zu acht zuvor stabilisierte Patienten können gleichzeitig im GVTC transportiert werden. Zur Behandlung und Betreuung können zwei sanitätsdienstliche Begleitpersonen mitfahren.

Airbus produziert den GVTC zusammen mit Drehtainer und Binz Automotive. Drehtainer liefert den Container mit integrierter Schutzausrüstung auf dem geforderten Level. Binz liefert die medizinischen Geräte und Ausrüstungsgegenstände für die Unterbringung und die (intensiv-)medizinische Betreuung der Verwundeten.

Container für den geschützten Transport von Verwundeten
Container für den geschützten Transport von Verwundeten

Der GVTC schließt eine Fähigkeitslücke im Bereich des geschützten Verwundetentransports und leistet einen Beitrag zur durchgängig hochklassigen sanitätsdienstlichen Betreuung.

Gerhard Heiming