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Die Bundeswehr mietet für die Aus- und Weiterbildung der Hubschrauberführeroffiziere (HFO) des Heeres Hubschrauber vom Typ H135. In einem leistungsbezogenen Vertrag soll die ADAC Luftfahrt Technik mit sieben Hubschraubern bis zu 5.440 Flugstunden jährlich in Bückeburg am Standort des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum der Bundeswehr bereitstellen.

Die vertraglichen Leistungen sollen möglichst bald beginnen und sind zunächst bis 2024 geplant. Dafür sind 62,6 Millionen Euro eingeplant. Je nach Bedarf ist eine Verlängerung um bis zu drei Jahre bis Ende 2027 vorgesehen.

Für die Ausbildung der HFO von Luftwaffe und Marine sollen losweise gleichlautende Verträge für vergleichbare Zeiträume mit einem Gesamtvolumen von 54,5 Millionen Euro abgeschlossen werden.

Der praktische Teil der Grundausbildung der HFO erfordert neben der Ausbildung in Simulatoren einen bestimmten Anzahl Flugstunden mit realen Hubschraubern, um die entsprechenden Fluglizenzen zur erwerben bzw. zu erhalten. Um zu vermeiden, dass dazu (wertvolle) Einsatzflugzeuge genutzt werden, setzte die Bundeswehr seit 2000 auf den Schulungshubschrauber EC135, der jetzt sein Nutzungsdauerende erreicht. Der steigende Flugstundenbedarf hatte schon 2018 zum Ankauf von Flugstunden bei der ADAC Luftfahrt Technik geführt.

Gemietete H135 für die Ausbildung von Luftfahrzeugführern
Gemietete H135 für die Ausbildung von Luftfahrzeugführern

Die Aufgabe soll in Zukunft der „leichte Unterstützungs-/Mehrzweckhubschrauber für die Streitkräfte“ (LUH SK) übernehmen, dessen Einführung ab 2025 vorgesehen ist. Der im Übergang bestehende Flugstundenbedarf soll mit der Mietlösung H135 gedeckt werden. Die Vertragsgestaltung ermöglicht einen flexiblen Leistungsabruf in Abhängigkeit vom Zulauf und der Verteilung der LUH SK.

Nach der Grundausbildung folgt für die jungen HFO die Musterausbildung auf den jeweiligen Einsatzmustern. Sobald die Flugberechtigung erworben ist übernehmen die Einsatzverbände die taktische Ausbildung bis die Piloten „Combat Ready“ für Einsätze verfügbar sind.

Gerhard Heiming