In der neuen Rheinmetall-Division Naval Systems wurde am 16. April der erste Spant des dritten Flottendienstbootes geschnitten. Das Unternehmen feierte den Baubeginn mit einem feierlichen Brennstart. Gäste der Zeremonie waren hochrangige Vertreter des Beschaffungsamtes, der Marine und des Cyber- und Informationsraums.

Drei Flottendienstboote für die Bundeswehr

Im November 2025 war auch der Bau des zweiten Flottendienstboots mehrere Monate vor dem Zeitplan begonnen worden. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte im Juli 2023 gebilligt, dass das Beschaffungsvolumen auf 3,3 Milliarden Euro anwächst. Das erste Flottendienstboot wurde am 25. Februar auf Kiel gelegt und soll 2029 ausgeliefert werden. 2027 soll die Marine vorab über eine Ausbildungsanlage verfügen. Alle drei Schiffe werden die die Einheiten der Oste-Klasse ersetzen und sollen bis 2031 fertiggestellt und der Truppe übergeben werden.

„Der vorgezogene Brennstart, mit dem sich nun alle Schiffe dieser Klasse im Bau befinden, ist weit mehr als ein technischer Meilenstein – er ist ein strategisches Signal. In der aktuellen sicherheitspolitischen Lage, die sich schneller verändert als je zuvor, leisten wir als Industriepartner unseren Beitrag für eine beschleunigte Aufrüstung. Geschwindigkeit ist heute ein sicherheitsrelevanter Faktor – und genau hier setzen wir an“, sagte Tim Wagner, CEO der Rheinmetall-Division Naval Systems.

Brennstart für das Flottendienstboot Nr. 3 mit Vertretern der Bundeswehr und des Herstellers Rheinmetall. (Foto: Rheinmetall)

Flottendienstboote für die seegestützte Informationsgewinnung

Nach Angabe von Rheinmetall werden die rund 130 Meter langen Flottendienstboote der Klasse 424 der Bundeswehr als Aufklärungsplattformen zur seegestützten Informationsgewinnung dienen und sind mit modernster Sensorik ausgerüstet. Ihre Auslegung erfüllt die neuesten militärischen Anforderungen an zukunftsfähige Marineschiffe.

Die Flottendienstboote der Klasse 424 werden dem BAAINBw  zufolge von der Deutschen Marine gefahren und in der Aufklärung von der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum betrieben. Sie seien ein hoch effektives, unverzichtbares strategisches Aufklärungsmittel für kriegstüchtige Streitkräfte. Die Schiffe sind mit hochmodernen Sensoren ausgestattet, die wichtige Daten für die militärische Nachrichtenlage auf See liefern. Sie dienen damit der strategischen Informationsgewinnung.

Gerhard Heiming