
Litauen beschafft Brückenleger Leguan auf Leopard-2-Basis
Das litauische Verteidigungsministerium hat KNDS Deutschland mit der Lieferung von zwölf Brückenlegern des Typs Leguan auf Leopard-2-Chassis beauftragt. Das meldete das Unternehmen am 28. Januar. Der Vertrag wurde am 28. Januar 2026 geschlossen und hat ein Gesamtvolumen von rund 210 Millionen Euro.
Bestandteil des Auftrags ist die Beschaffung mehrerer Brückensätze pro Fahrzeug. Vorgesehen sind je System zwei Leguan-Brücken mit 14 Metern Länge sowie eine Brücke mit 26 Metern Länge. Ergänzt wird die Lieferung durch ein Integrated Logistic Support-Paket (ILS), das Ausbildung, Werkzeug und Ersatzteile umfasst.

Mobilität für schwere Gefechtsfahrzeuge
Der Leguan Leopard 2 kombiniert die Mobilität und den Schutz des Kampfpanzers Leopard 2 mit einer hochbelastbaren, schnell einsetzbaren Brückenlegefähigkeit. Die 14- und 26-Meter-Brücken erfüllen das höchste militärische Tragfähigkeitsprofil MLC 80 und bieten Potenzial für zukünftige Weiterentwicklungen. Das Verlegen und Aufnehmen der Brücken erfolgt automatisiert aus der geschützten Fahrzeugkabine heraus und ist Tag und Nacht möglich.
Mit der Beschaffung stärkt Litauen gezielt seine Fähigkeit zur schnellen Überwindung von Geländehindernissen und zur Aufrechterhaltung der Beweglichkeit eigener und verbündeter Kräfte. Brückenlegepanzer gelten als zentrale Fähigkeit für hochmobile Landoperationen, insbesondere im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung.
Leguan ist international verbreitet und befindet sich bei 22 Streitkräften ketten- oder radbasiert im Einsatz oder in der Beschaffung.
KNDS ist entstanden aus dem Zusammenschluss von Nexter und Krauss-Maffei Wegmann. Das Unternehmen produziert Militärtechnik und beliefert Streitkräfte weltweit.
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