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Derzeit verfügen die litauischen Streitkräfte über keine eigene Panzertruppe. Dies soll sich allerdings ändern. Planungen der Streitkräfte sehen vor ein Panzerbataillon aufzustellen. Dieses soll voraussichtlich mit Leopard-2-Kampfpanzern aus deutscher Produktion ausgestattet werden. Zusätzlich sollen nun auch kettenbasierte Schützenpanzer beschafft werden, um die zukünftigen Kampfpanzer zu komplementieren. Dies gab der litauische Verteidigungsminister Laurynas Kasčiūnas übereinstimmenden Medienberichten zufolge am 2. Juli bei einem Truppenbesuch bekannt.

Zwar verfügen die litauischen Streitkräfte seit einigen Jahren über Radschützenpanzer vom Typ Vilkas (ES&T berichtete). Diese können allerdings nicht auf Augenhöhe im Verbund mit Kampfpanzern eingesetzt werden, da nur kettenbasierte Schützenpanzer in der Lage sind, mit modernen Kampfpanzern im Gelände mitzuhalten.

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Litauische Radschützenpanzer Vilkas (Foto: MOD Lithuania)

Die Radschützenpanzer Vilkas wurden in der ersten Phase des litauischen Programms zur Beschaffung von Schützenpanzern gekauft. Mit Blick auf die nun anstehende zweite Phase sagte Verteidigungsminister Kasčiūnas laut dem litauischen Medium LRT: „Wir machen weiter mit Kettenfahrzeugen, weil wir ein Panzerbataillon bilden.“ Die Anzahl werde sich dabei nach der Haushaltslage richten müssen, so der Minister weiter. Welchen Schützenpanzer die Litauer haben wollen sei noch nicht klar, schreibt LRT, da man im Verteidigungsministerium noch in der Analysephase sei.

Redaktion / oh