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Die Ausbildung der ukrainischen Panzerbesatzungen am Kampfpanzer Leopard 2 hat begonnen. In Deutschland findet die Ausbildung in der Panzertruppenschule in Munster am Leopard 2 A6 statt, wo schon seit Wochen die Besatzungen für die Schützenpanzer Marder ausgebildet werden. Das ukrainische Personal kommt überwiegend direkt aus dem Einsatz an der Front.

In Polen findet die Ausbildung auf einer Militärbasis und einem Testgelände in Swietoszow, im Südwesten des Landes, statt. Unter Führung der 10. Brygada Kawalerii trainieren Ausbilder aus Polen, Kanada und Norwegen die ukrainischen Panzersoldaten in der Bedienung des Leopard 2 A4. Die Teilnehmer, die in Einheiten im Osten der Ukraine gekämpft haben, werden bis zu zehn Stunden täglich geschult, auch an den Wochenenden. Die auf einen Monat angelegte Ausbildung findet teils an Simulatoren und teils an den Kampfpanzern statt.

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Ukrainische Soldaten bei der Ausbildung an Kampfpanzern Leopard 2 A4 in Polen (Foto: MoD Polen)

Bei einem Besuch der Ausbildung am 13. Februar dankte Polens Ministerpräsident Andrzej Duda Deutschland für die Genehmigung, die in Deutschland gefertigten Panzer der Ukraine zur Verfügung stellen zu können und für die Bereitstellung eigener Panzer. Die Ausbildung sei Teil der Militärhilfe der Europäischen Union für die Ukraine.

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Mehrere NATO-Länder haben die Bereitstellung von Kampfpanzern Leopard 2 in den Versionen A6 und A4 angekündigt. Bisher liegen feste Zusagen für 43 Leoparden vor (A6: Deutschland 14, Portugal 3; A4: Polen 14, Kanada 4, Norwegen 8). Nach einer Aussage von Verteidigungsminister Boris Pistorius in der vergangenen Woche soll die Ausrüstung für das erste von zwei geplanten Panzerbataillonen im April in der Ukraine verfügbar sein. Am Rande der Tagung der Ukraine Defense Contact Group in Brüssel erklärte Pistorius gestern, Probleme könnten sich aus dem Zustand einiger polnischer Kampfpanzer sowie aus dem Mangel an Munition und Ersatzteilen ergeben.

Redaktion / gwh