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Nach einer Mitteilung des ungarischen Verteidigungsministers Tibor Benkö plant Ungarn für 2021 einen Verteidigungsetat in Höhe von 2,2 Milliarden Euro, von denen gut ein Viertel für Beschaffungen vorgesehen ist. Neben Hubschraubern H145M gehören Kampfpanzer und Panzerhaubitzen zu den bedeutenden Vorhaben.

Noch in diesem Sommer erhält Ungarn von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) zwölf Kampfpanzer Leopard 2 A4HU für die Ausbildung. Damit will das Land mit der Panzertruppe den Wandel vom rund 50 Jahre alten T-72 russischer Herkunft zum modernen Kampfpanzer Leopard 2 A7+ schaffen, der ab 2023 an die Truppe ausgeliefert werden soll. Die Ausbildung mit den nach ungarischen Anforderungen umgerüsteten Kampfpanzern – daher die Bezeichnung HU – soll ab September 2020 in Österreich beginnen und später in Deutschland fortgesetzt werden. Dabei will Ungarn vom Know-how und den Ausbildungseinrichtungen der beiden Nationen profitieren. Auf dieser Grundlage wird die Ausbildung in Ungarn fortgeführt.

Im Dezember 2018 hatte Ungarn mit KMW einen Vertrag zur Lieferung von 44 neugefertigten Kampfpanzern Leopard 2 A7+ und 24 neugefertigten Panzerhaubitzen PzH 2000 sowie zur Beschaffung von zwölf gebrauchten Kampfpanzern Leopard 2 A4 aus den Beständen von KMW zu Ausbildungszwecken unterzeichnet.

Leopard 2 A4HU für die Ausbildung

Gerhard Heiming