Print Friendly, PDF & Email

Das polnische Verteidigungsministerium hat Saab mit der Lieferung von Live-Trainingssystemen für die polnischen Streitkräfte beauftragt, wie Saab mitgeteilt hat. Für umgerechnet 98 Millionen Euro sollen ab 2021 eine Trainingslösung für ein verstärktes mechanisiertes Bataillon und vier Zentren für das Training auf Kompanieebene geliefert und aufgebaut werden. In der Vertragslaufzeit bis 2026 ist die dreijährige Unterstützung des Betriebs enthalten.

Die Lösung umfasst laut Hersteller Fähigkeiten wie die neuesten Übungskontroll- (EXCON) und Kommunikationssysteme von Saab sowie Hi-Fidelity-Simulatoren der neuesten Generation für Soldaten, Waffen und Fahrzeuge. Die Unterstützungskomponente umfasse eine verlegefähige, integrierte Logistik und operative Unterstützung für die polnischen Streitkräfte.

Mit der Ausbildungslösung würden die polnischen Streitkräfte mit erforderlichen Ausbildungsfähigkeiten ausgestattet, so Saab. Die Ausstattung ermögliche ein möglichst realitätsnahes Training, sowohl im Inland als auch am Ort des Bedarfs in internationalen Kooperationen.

„Die beschafften Systeme ermöglichen die Integration mit anderen Simulationssystemen, die von den polnischen Streitkräften und verbündeten Armeen verwendet werden, und werden insbesondere zu einer effektiven Ausbildungskooperation mit der U.S. Army beitragen”, sagte Oberst Artur Kuptel, Chef der polnischen Rüstungsinspektion.

Saab-Gefechtssimulation für Polen

Im Juni 2021 war Saab mit der Lieferung eines Gefechtsübungszentrums an die Niederlande beauftragt worden, in dem größtenteils die gleiche Technik wie in Polen eingesetzt wird, wie ESuT berichtete. Seit 2020 ist Saab in Zusammenarbeit mit der FFG Flensburger Fahrzeuggesellschaft der Betreiber des deutschen Gefechtsübungszentrums, das ebenfalls mit Saab-Technik ausgestattet ist.

Redaktion / gwh