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Seit April 2016 unterstützt die Luftwaffe vom Lufttransportstützpunkt Niamey in der Republik Niger aus multinationale Einsätze und humanitäre Aktivitäten in der Sahelzone durch Verwundeten- und taktisch-logistischen Lufttransport. Im April dieses Jahres wurden die C-160 Transall aus diesem Einsatz zurückgezogen. Das Engagement der Luftwaffe in Niger ist damit aber noch nicht beendet.

Seit April 2016 unterstützt die Luftwaffe mit dem Auftrag der Sicherstellung der Rettungskette im Verwundetenlufttransport und der taktisch-logistischen Lufttransportunterstützung die United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali (MINUSMA) und die European Union Training Mission Mali (EUTM Mali). Seit Aufnahme des Flugbetriebes wurden insgesamt 8.224 Passagiere und 3.125 Tonnen Fracht mit der C-160 Transall transportiert. Mit einem Flugstundenumfang von rund 2.915 Stunden wurde neben der Versorgung der deutschen Kräfte im Einsatzgebiet „Sahelzone“ auch multinationaler Lufttransportbedarf für Frankreich, Spanien, Italien, Schweden, Dänemark, Großbritannien, USA und Belgien gedeckt. Zudem wurden Vertreter der Organisationen G5 SAHEL und ECOWAS an Board der Transall begrüßt.

Die Luftwaffe in Niger
Eine für die medizinische Evakuierung (MedEvac) ausgerüstete C-160 am 24. Mai 2017 in Niamey/Niger (Foto: Bundeswehr/Jana Neumann)

Zur Sicherstellung der Auftragsdurchführung wurde in der östlich an Mali angrenzenden Republik Niger am internationalen Flughafen der Hauptstadt Niamey ein Lufttransportstützpunkt errichtet. Dieser Stützpunkt nimmt bei Einsätzen im Rahmen des entlasteten Verwundetenlufttransports eine Schlüsselrolle ein, da hier der Umbruch vom taktischen auf den strategischen Lufttransport erfolgt. Zusätzlich zu dieser Schwerpunktaufgabe wird im Rahmen der taktisch-logistischen Lufttransportunterstützung durch die vor Ort eingesetzten Luftwaffenkräfte die notwendige Passagier- und Frachtabfertigung im Einsatzgebiet durchgeführt.

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