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Die Bundeswehr bekommt 104 Kampfpanzer (KPz) Leopard 2 in der neuen Version A7V. Mit Abschluss der Auslieferung 2023 stehen dem Heer dann 320 KPz Leopard 2 zur Verfügung. Der Vertrag mit einem Finanzvolumen von ca. 760 Millionen Euro wurde am 5. Mai 2017 unterzeichnet, zwei vorgezogene Serienfahrzeuge wurden im Oktober 2019 übergeben.

Nachdem über Jahre die Kampfpanzerzahl schrittweise abgebaut wurde, erfolgte auf Basis einer sicherheitspolitischen Neubewertung im April 2015 der Entschluss, diesen Prozess umzukehren. Das bis dahin vorgegebene Ziel, bis Ende 2015 die Stückzahl der Kampfpanzer auf 225 zu reduzieren, wurde aufgegeben und die Außerdienststellungen bei der Anzahl 236 gestoppt.

Durch die ehemalige Ministerin wurde im April 2015 entschieden, eine Stückzahlerhöhung durch Rückkauf von 100, im Industriebesitz befindlichen, älteren KPz Leopard 2 A4 und Übernahme von 16 KPz Leopard 2 A6 aus niederländischen Beständen zu realisieren.

Der Kampfpanzer Leopard 2 A7V – Aufwuchs bei den gepanzerten Kampftruppen
Die deutsche Version des KPz Leopard 2 A7V: Erkennbar ist der verstärkte Frontalschutz des Fahrgestells (Foto: Hilmes)

Von den 100 Fahrzeugen fließen 68 in das Aufwuchsprogramm, die übrigen 32 werden für Umbauten in Unterstützungsfahrzeuge zurückgehalten. Ziel ist die langfristige Umstellung aller Familienfahrzeuge auf die Basis Leopard 2, um die logistische Gleichheit zum Kampfpanzer zu erreichen. Mit der Modernisierung sollte möglichst ein höheres Niveau als die Version A7 erreicht werden. Damit waren auch die 16 niederländischen Leopard 2 A6 und die bereits vorhandenen deutschen Leopard 2 A7 auf den neuen einheitlichen Rüststand aufzurüsten. Hauptaugenmerk liegt aber unverändert auf der Stückzahlerhöhung. Nur bereits fertig entwickelte Verbesserungen konnten berücksichtigt werden, alle noch nicht qualifizierten Möglichkeiten fielen aus der Betrachtung.

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