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Die polnischen Streitkräfte haben nach einem überlangen Prüfungsprozess die ersten zwei Prototypen Leopard 2PL aus dem Modernisierungsprogramm der von Deutschland gekauften Leopard 2A4 übernommen. Die Panzer wurden vom Hersteller Zakłady Mechaniczne Bumar-Łabędy in Gleiwitz an die 10. Panzerbrigade in Świętoszów (Südwestpolen) ausgeliefert.

Die Anfangsphase dient der Ausbildung des polnischen Industriepersonals, die anschließend die Arbeiten eingeständig durchführen sollen.

Die Modernisierung auf den Standard Leopard 2PL umfasst u.a. die Integration elektrischer Turmrichtantriebe und die Anpassung der Bordkanone an moderne Panzermunition (DM11 HE, tempierbare Hohlladungsmunition und DM63 KE, Treibspiegelgeschoss mit temperaturunabhängigem Pulver). Die Feuerleitanlage erhält neue optoelektronische Systeme wie die Wärmebildkamera der 3. Generation vom Typ KLW-1 Asteria in den Beobachtungs- und Zielgeräten des Kommandanten und des Richtschützen. Der Turm wird zusätzlich gepanzert und in Kampf- und Motorraum werden neue Brand- und Explosionsschutzsysteme installiert. Die Fahrzeuge werden einer gründlichen Wartung unterzogen, um die volle Leistungsfähigkeit der Panzer wiederherzustellen.

Erste Kampfpanzer Leopard 2PL übernommen

Bumar sieht die Auslieferung der ersten Panzer als Schlüsselphase des Programms. Weitere Panzer stehen schon für das Abnahmeverfahren bereit. Insgesamt sollen bis 31. Juli 2023 alle 142 Kampfpanzer in der leistungsgesteigerten Version Leopard 2PL ausgeliefert sein. Rheinmetall ist strategischer Partner für das Modernisierungsprogramm und an der Umrüstung der ersten 17 Kampfpanzer unmittelbar beteiligt.

Gerhard Heiming