Der Vorstand von KNDS, die sich selbst als paneuropäisches Landverteidigungsunternehmen bezeichnet, hat beschlossen, den eingeleiteten Börsengang (Initial Public Offering, IPO) 2026 vorbehaltlich der Marktbedingungen fortzusetzen. KNDS will gleichzeitig in Paris und Frankfurt an die Börse gehen. Nach Erwartung des Unternehmens wird der Börsengang die Fähigkeit von KNDS stärken, in Wachstum, Innovation und industrielle Kapazitäten zu investieren.

Zur Unterstützung des Börsengangs hat KNDS Christian Schulz, den ehemaligen Chief Financial Officer (CFO) der Renk Gruppe, in den Vorstand berufen. Schulz hat bei Renk schon den Börsengang begleitet.

Ein neues Kapitel in der Entwicklung von KNDS

Das Projekt schlägt aus Sicht von Jean-Paul Alary, Chief Executive Officer von KNDS, ein neues Kapitel in der Entwicklung des Unternehmens als einzigartiger europäischer Champion und weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Landverteidigung auf. „Mit diesem Projekt eines doppelten Börsengangs ist KNDS entschlossen, eine agilere und reaktionsfähigere Struktur zu schaffen, um weiterhin in Technologie, Kapazitäten und Talente zu investieren“, sagte Alary.

Tom Enders, Vorsitzender des Verwaltungsrats von KNDS, sagte: „Ich freue mich, dass der Vorstand nach intensiver Arbeit beschlossen hat, einen Börsengang vorzubereiten. Der Zeitpunkt ist günstig und das Unternehmen ist bereit. Und ich bin froh, dass wir Christian Schulz mit seiner wertvollen Erfahrung im Finanzbereich und bei Börsengängen an Bord holen können.“

Wirtschaftliche Grundlage für den Börsengang

KNDS geht nach eigener Aussage mit einer soliden finanziellen Basis und klaren langfristigen Wachstumsaussichten in die nächste Wachstumsphase. Das Unternehmen habe in den letzten Jahren ein Rekordwachstum erzielt. 2024 verzeichnete KNDS einen Rekordauftragseingang von 11,2 Milliarden Euro, der zu einem Auftragsbestand in Höhe 23,5 Milliarden Euro, eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber 2023, geführt hat. Der Umsatz stieg 2024 um 15 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro mit Beiträgen aus allen Geschäftsbereichen. Um diesen wachsenden Auftragsbestand abzuarbeiten, investiert KNDS weiterhin in Mitarbeiter und industrielle Kapazitäten. Seit 2023 hat das Unternehmen 5.000 neue Mitarbeiter eingestellt.

Gerhard Heiming