Die NATO Support and Procurement Agency NSPA hat die Bozener Iveco Defence Vehicles (IDV) beauftragt, ein System aus besatzungslosen Boden- und Luftfahrzeugen zu entwickeln, das in komplexen realistischen Kampfszenarien für Transport und Aufklärung eingesetzt werden kann. Zum Aufgabenspektrum gehören Nachschub, CASEVAC und Forward MEDEVAC, Aufklärung von Kommunikationswegen, Intelligence Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance (ISTAR) und Bergung. Als Verfahren sollen u.a. bemannte/unbemannte Teamarbeit (MUM-T) und Konvoi-Bildung genutzt werden.

Das bewährte Light Multirole Vehicle (LMV) mit Ausrüstung für den besatzungslosen Betrieb (Optionally Uncrewed, LMV OU) ist ein Trägerfahrzeug für die neuen Technologien. (Foto: IDV)

Konsortium und Auftrag

IDV hat am 15. Juli mitgeteilt, dass das Unternehmen ein Konsortium anführt, an dem die italienischen Firmen LEM (C4I-Systeme, Robotik), Siralab Robotics (besatzungslose Flugplattformen) und Rebel Alliance (Battlemanagement) beteiligt sind und komplementär ihre RAS-Fähigkeiten bereitstellen.

Im Rahmen des Programms sind IDV zufolge besatzungslose Bodenfahrzeuge (UGV) und besatzungslose Flugsysteme (UAS) zu kombinieren, die innerhalb eines gemeinsamen fortschrittlichen interoperablen Kommando- und Kontrollsystems (C2) koordiniert und orchestriert werden. Das C2-System sei über vordefinierte Netzwerkknoten verteilt, um integrierte RAS-Fähigkeiten in komplexen realistischen Kriegsszenarien bereitzustellen.

Das besatzungslose UGV Viking im elektronischen Konvoi mit dem besatzungslosen LMV OU. (Foto: IDV)

Viking und LMV

IDV stellt als fortschrittliche Lösungen für die landgebundene Autonomie das besatzungslose Viking UGV und das bekannte Light Multirole Vehicle mit Ausrüstung für den besatzungslosen Betrieb (Optionally Uncrewed, LMV OU) bereit. Die bewährte, vielseitige Plattform LMV OU kann manuell, ferngesteuert oder autonom gefahren und mit unterschiedlichen Missionsnutzlasten ausgestattet werden.

Die Konzepte für den Betrieb und den Einsatz der RAS-Lösungen sollen gemeinsam mit den Endnutzern anhand einer Reihe von Einsatzszenarien entwickelt und erprobt werden.

Erwartetes Ergebnis

Versuche mit Anwendern aus dem italienischen Heer und den NATO-Streitkräften sollen zeigen, wie die Systeme und Architekturen der integrierten RAS-Lösung operative Vorteile und Missionseffektivität, Effizienz und geringere Lebensgefahr bieten und gleichzeitig die Einsatzdoktrinen auf dem Schlachtfeld optimieren können.

Am Ende sollen Beiträge für die Definition einer RAS-Strategie erarbeitet und für Roadmaps zur Einführung der RAS-Technologie entworfen werden.

Editorial staff / gwh