KNDS Deutschland hat Tatra Defence mit der Fertigung von 150 Wannen für den Kampfpanzer Leopard 2 A8 beauftragt. Die Stückzahl kann optional auf 300 erhöht werden. in einer Mitteilung vom 18. Dezember bezeichnet KNDS diesen Auftrag als bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung der tschechischen Verteidigungsindustrie dar und unterstreicht die Fähigkeiten tschechischer Unternehmen.

Tatra Defence wird für das Schweißen der Leopard 2 A8 Wannen verantwortlich sein, einschließlich der Qualitätskontrolle und der technologischen Prozesse.

KNDS und Tatra arbeiten seit langem bei verschiedenen Projekten zusammen und haben mit Know-how-Transfer neue Technologien und zusätzliche Fertigungskapazitäten und Arbeitsplätze in die Region gebracht.

Wannen für Kampfpanzer Leopard 2 A8

Seit 2023 hat KNDS über das Common Procurement Agreement (CPA) Aufträge für die Herstellung von insgesamt 355 Kampfpanzern Leopard 2 A8 aus Deutschland, Norwegen, Schweden, Litauen, Tschechien und den Niederlanden erhalten. Weitere 44 Leopard 2 A8 will Kroatien demnächst bestellen.

Die Leopard 2 A8 sind vollständige Neubauten. Das schließt den Neubau von Panzerwannen ein, wie sie jetzt bei Tatra in Auftrag gegeben sind. Das Schweißen dicker Bleche gehört zu den Mangelfähigkeiten. Bisher wurden neugebaute Wannen aus Griechenland importiert.

Der Vertrag mit Tatra ist Teil des umfassenden Engagements der tschechischen Verteidigungsindustrie am Leopard 2 A8 Programm. Das Programm steht wie kaum ein anderes Projekt zurzeit für die Umsetzung einer europäischen Verteidigungskooperation.

Tschechien soll fester Standort für Kooperationsprodukte werden

„Die strategische Partnerschaft mit KNDS Deutschland stärkt unsere Position als zuverlässiger und technologisch fortschrittlicher Partner in Europa. Gleichzeitig eröffnet sie zusätzliche Möglichkeiten für die zukünftige Zusammenarbeit bei neuen Projekten zur Entwicklung und Instandhaltung gepanzerter Plattformen“, so Tomáš Mohapl, CEO von Tatra Defence Vehicle.

Ralf Ketzel, CEO von KNDS Deutschland ergänzte: „Das Ziel ist nicht nur für Deutschland und Tschechien zu produzieren, sondern die Kooperation als festen Fertigungsstandort zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit zu etablieren.“