Seit Jahren wird in Deutschland diskutiert, ob und wie die Bundeswehr KI-gestützte Waffensysteme einsetzen soll. Der Beitrag erklärt den Unterschied zwischen Automatisierung und KI, beleuchtet und den Stand der internationalen Regulierung. Ein Verzicht auf solche Systeme ist kaum möglich.

Automatisierung bedeutet, dass ein System aus Eingaben eine oder mehrere Ausgaben erzeugt. Häufig wird „Autonomie“ synonym verwendet, doch Automatisierung betrifft abgegrenzte, monodisziplinäre Anwendungen, während Autonomie größere, multidisziplinäre Prozesse steuert. Ein Autopilot etwa hält Kurs, Höhe und Geschwindigkeit eines Flugzeugs – Automatisierung. Autonomie läge vor, wenn das Flugzeug eigenständig durch bergiges Gelände navigiert und seine Route je nach Bedrohungslage anpasst. Entscheidungsfähigkeit und Anpassung an Veränderungen gelten als zentrale Merkmale der Autonomie. Da auch automatisierte Systeme Entscheidungen treffen, wird hier nicht strikt zwischen Automation und Autonomie unterschieden.

ASUL – „Abwehrsystem gegen unbemannte Luftfahrzeuge“ heißt das neueste Drohnenabwehrsystem für den Feldlagerschutz
Foto: Bundeswehr/Dirk Bannert

Der OODA-Loop

Bei Waffensystemen lassen sich auf Basis des OODA-Loops (Observe, Orient, Decide, Act) verschiedene Stufen unterscheiden: Zunächst werden in der Datenaufbereitung die von den Sensoren erfassten Ziele ermittelt. Anschließend erfolgt die Klassifikation, bei der analysiert wird, welche dieser Ziele feindlich sind. Darauf folgt die Handlungsempfehlung, bei der eine geordnete Liste der zu bekämpfenden Ziele erstellt wird. In der Entscheidungsphase wird