Die Einführung des neuen Transportflugzeuges A400M vor nunmehr zehn Jahren war für das Lufttransportgeschwader 62 Herausforderung und Übergang in eine neue Zeit der Transportfliegerei zugleich.

Es ist ein Übergang von der alten Welt mit manueller Steuerung in die Moderne mit neuen Technologien und computergestützten Systemen. Die neue digitale Welt bestimmt fortan nicht nur die Arbeit der Besatzungen im Flugzeug, sie verändert ebenso sämtliche Abläufe in den Bereichen Wartung und Systemprüfung. Auch luftfahrtrechtlich gilt es, neues Regelwerk einzuführen, in nationales Recht einzufügen und fortan im täglichen Betrieb anzuwenden. Gleichzeitig wandelt sich das Lufttransportgeschwader 62 zu einem Unikatverband der Luftwaffe, der zukünftig als einziges verbleibendes Lufttransportgeschwader alle Aufgaben des Lufttransports mit dem A400M weltweit bewerkstelligen wird. Mit Ankunft der ersten A400M in Wunstorf werden gleich mehrere neue Kapitel aufgeschlagen.

„Generationenflug“ von Noratlas, Transall und A400M beim Tag der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Wunstorf im Jahr 2018. (©Bw/Schrief)

Technologischer Quantensprung

Oberst Ludger Bette, damaliger Geschwaderkommodore, bezeichnete den neuen A400M bei Einführung als technologischen Quantensprung. Das kann Stabshauptmann Ingo nur vollends bestätigen. Als Flugzeugführer und Fluglehrer mit 7.000 Flugstunden auf der Transall und nunmehr weiteren 3.000 Flugstunden auf dem A400M hat er den direkten