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Die Luftwaffe will ihre Flugzeugflotte langfristig auf nachhaltiges Flugbenzin (Sustainable Aviation Fuel, SAF) umstellen. Mit dem alternativen Treibstoff können nach Angaben des Flugzeugherstellers Airbus die CO2-Emissionen während des gesamten Lebenszyklus um bis zu 85 Prozent im Vergleich zu herkömmlichem Treibstoff reduziert werden.

Dazu muss der Flugzeughersteller eine technische Unbedenklichkeitsbescheinigung für jeden Flugzeugtyp erteilen. Nachdem die Regierungsflugzeuge bereits für SAF freigegeben sind, müssen für die A400M-Triebwerke Flugversuche stattfinden.

In einem ersten Schritt plant Airbus noch in diesem Jahr den Testflug eines A400M-Flugzeugs mit einer Treibstoffladung von bis zu 50 Prozent SAF. Dieser erste Testflug werde mit einem Triebwerk durchgeführt, um das Gesamtverhalten des Flugzeugs besser beurteilen zu können. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Fluges rechnet Airbus damit, seine Tests im kommenden Jahr mit vier Triebwerken fortzusetzen.

Sobald eine Erprobung auf der Basis von vier Triebwerken abgeschlossen ist, wird dem Hersteller zufolge die A400M-Plattform offiziell für Kunden mit Zugang zu 50 Prozent SAF zugelassen.

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„Der Übergang zu einer nachhaltigeren Zukunft ist die Pflicht eines jeden. Die Umstellung von erdölbasiertem Kerosin auf nachhaltige Kraftstoffe spielt eine wichtige Rolle bei den Bemühungen der Luftfahrt um eine Reduzierung der CO2-Emissionen“, sagte Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe.

Deutschland, mit zukünftig 53 A400M größter Betreiber dieser Transportflugzeuge, ist die erste Kunden-Nation, die eine schrittweise Umstellung ihrer A400M-Flotte auf SAF einleitet.

Neben der Unterstützung nationaler Kunden-Aktivitäten hat Airbus einen langfristigen Fahrplan aufgestellt, wie eine 100-prozentige SAF-Befähigung und -Zertifizierung für die A400M erreicht werden kann.

Redaktion / gwh