Die deutsche Luftwaffe hat den humanitären Einsatz zur Unterstützung der notleidenden Menschen über Gaza beendet. Der letzte Flug einer A400M erfolgte am 30. Mai. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Luftwaffe hervor.

Den Angaben der Luftwaffe zufolge hat sie seit Mitte März 2024 in knapp 150 Flugstunden rund 315 Tonnen Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und andere Hilfsgüter über Gaza abgesetzt.

Abwurf von Hilfsgütern über Gaza durch eine C130J der Luftwaffe (Foto: Bundeswehr/Sherifa Kästner)

Generalleutnant Ingo Gerhartz sagte: „Mit vereinten Kräften konnten wir unseren Beitrag dazu leisten, die Not der Menschen im Gaza-Streifen zu lindern.“ Seit Mitte März hatte die Luftwaffe mit zwei Transportflugzeugen C-130J Super Hercules der deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Évreux, die in Jordanien stationiert wurden, Hilfsgüter über dem Gaza-Streifen abgeworfen (ES&T berichtete). Die Abfertigung übernahmen zunächst französische Soldaten, die bereits in Jordanien stationiert waren. Anfang April übernahmen zwei Airbus A400M die Hilfsflüge. Der Lufttransportzug des Heeres aus Altenstadt hatte eigens ein Lastenabsetzsystem für den Einsatz entwickelt.

Beladung einer C130J der Luftwaffe mit Hilfsgütern (Foto: Bundeswehr/Sherifa Kästner)

Es war nicht der erste humanitäre Hilfseinsatz über Gaza, der jetzt zu Ende ging. Bereits Ende 2023 hatte die Luftwaffe mehrfach humanitäre Hilfe für die vom Gaza-Konflikt betroffene Zivilbevölkerung ermöglicht. Vor Weihnachten flog ein A400M dreimal im Auftrag des Auswärtigen Amtes Hilfsgüter nach Ägypten und Jordanien. Zusätzlich transportierte die Luftwaffe Hilfsgüter als Beiladung auf ohnehin verkehrenden Einsatzversorgungflügen.

Redaktion / whs