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Die Niederlande und Belgien haben bei Damen Naval je zwei Fregatten zur U-Boot-Bekämpfung (Anti Submarine Warfare, ASW) bestellt, deren verzögerte Auslieferung ab 2028 beginnen soll (ESuT berichtete).

Jetzt hat der Hauptauftragnehmer Damen den Getriebehersteller Renk mit der Lieferung von acht Getrieben beauftragt, wie die beteiligten Unternehmen mitgeteilt haben. Nach Angabe von Renk haben die Unternehmen für die CODLAD-Antriebsysteme (Combined diesel-electric and diesel) der Fregatten eine Antriebslösung entwickelt, die den Anforderungen einer Fregatte für die U-Boot-Bekämpfung entspricht und sich auf einen leisen Antrieb und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse konzentriert.

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Die vier ASW-Fregatten für die Niederlande und Belgien erhalten Getriebe von Renk. (Foto: Renk)

Damen Naval setzt die maßgeschneiderten Antriebslösungen von Renk bereits für die deutschen Mehrzweck-Kampffregatten F126 für die Deutsche Marine und die weltweit erfolgreichen Fregatten der Sigma-Klasse ein. Mit diesem Auftrag kommen nun auch die ASW-Fregatten hinzu.

„Dieses Antriebssystem setzt einen Meilenstein im Marinesegment, und dieser Auftrag fügt sich nahtlos in die enge Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Unternehmen ein“, sagt Nils Oesterlen, Leiter des Bereichs Marine bei Renk. „Bewährte Komponenten aus Antriebssystemen wie den deutschen Fregatten F125 und F126, der italienischen FREMM oder der koreanischen FFX-III-Klasse machen die Getriebe zum robusten, wartungsfreundlichen und zuverlässigen Herzstück des Antriebssystems.“

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Renk wird nach eigener Angabe darüber hinaus mit seiner niederländischen Tochtergesellschaft Schelde Gears B.V., die wie Damen Naval in Vlissingen ansässig ist, die niederländische maritime Industrie unterstützen.

Die ersten Getriebe sollen im Oktober 2025 zum Einbau eintreffen. 2028 soll die erste ASW-Fregatte von Damen Naval ausgeliefert werden.

Redaktion / gwh