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Verteidigungsminister Boris Pistorius und seine niederländische Amtskollegin Kajsa Ollongren haben heute ein Abkommen zur weiteren Vertiefung der bilateralen militärischen Kooperation unterschrieben. Die Unterzeichnung fand am Rande der Berliner Sicherheitskonferenz statt.

Das neue Abkommen enthalte unter anderem das Ziel, dass beide Länder ihre Abstimmung in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik intensivieren, auch mit Blick auf ihr Handeln in internationalen Organisationen und Foren sowie bei der weiteren gemeinsamen Unterstützung für die Ukraine, so ein Sprecher des BMVg.

Zudem wolle man im Rahmen des Abkommens die Zusammenarbeit in der Bündnisverteidigung stärken und an der Ostflanke im Zuge des NATO Force Models enger kooperieren.

Hier stehen derzeit Planungen im Raum, dass sich die Niederlande, neben den Norwegern, mit Kräften an der deutschen Litauen-Brigade beteiligen.

Darüber hinaus sehe das Abkommen vor, die gemeinsame Entwicklung militärischer Fähigkeiten und die Beschaffung von Rüstungsgütern enger abzustimmen. Auch bei Ausbildung, Übungen und in Einsätzen wolle man stärker zusammenarbeiten, so der Sprecher. Auf X schreibt das BMVg zudem, dass eine „Panzerkooperation“ Teil des Abkommens sei.

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Teil des Abkommens sei auch eine Roadmap, in der die getroffenen Vereinbarungen in konkreten Projekten operationalisiert seien, so der Sprecher.

Bereits die derzeitige Zusammenarbeit der Bundeswehr mit den niederländischen Streitkräften ist beispiellos. So haben die Niederländer ihre gesamten Kampfbrigaden, drei an der Zahl, deutschen Divisionen unterstellt. Im Gegenzug wurde das Seebataillon der Marine der niederländischen Marineinfanterie, dem Korps Mariniers, unterstellt.

Auch wird sich die Ausrüstung beider Armeen durch die Beschaffung der F-35 und dem Transporthubschrauber Chinook für die Luftwaffe zukünftig weiter angleichen. Beide Luftfahrzeuge befinden sich in den Niederlanden bereits im Dienst. Darüber hinaus planen beide Streitkräfte die Beschaffung eines gemeinsamen Fahrzeugs für ihre Luftlandetruppen. Dies erhöht die Interoperabilität und vereinfacht die Zusammenarbeit.

Sowohl Verteidigungsministerin Ollongren als auch Verteidigungsminister Pistorius zeigten sich erfreut über die weitere Vertiefung der militärischen Partnerschaft.

Redaktion / oh