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In den frühen 1960er und 1970er Jahren wurde mit der Entwicklung und Implementierung eines taktischen Datenlinks begonnen. Zunächst fokussierte man sich auf den Informationsaustausch im Bereich der Luftverteidigung. Schnell setzte sich die Erkenntnis durch, dass der ganzheitliche Ansatz der Streitkräfte die Integration aller Teilstreitkräfte unbedingt erforderlich macht. Erste erfolgreiche Schritte begannen mit Link 1, das aktuell immer noch im Einsatz ist. Weitere Datenlinksysteme für den Einsatz im maritimen Umfeld folgten. Nach vielen, zum Teil zeitgleich genutzten Systemen kristallisierte sich ein System als das effizienteste heraus: Link 11.

Getrieben von der weiteren Entwicklung im Bereich der Luftverteidigung gegen immer schneller werdende Ziele, gegen Flugkörper, die zum Teil im Überschallbereich operieren, mit dem Einsatz von lasergelenkten Bomben und der Bedrohung durch Drohnen, ist der Frage nach dem Mehr keine Grenze gesetzt. Erkennen ist nur ein Meilenstein in der erfolgreichen Verteidigung. Das Wissen zu teilen, es rechtzeitig seinen Mitstreitern in Echtzeit übermitteln zu können, ist der Schlüssel für den erfolgreichen Einsatz eines Verbandes.

Taktischer Datenlink Link 22 – Der erhoffte Wurf?
Operationszentrale im AFCENT-Hauptquartier (Foto: NATO)

Datenverbindungen der ersten Generation (Link 1, Link 4, Link 10, Link 11, Link 11B, Link 14) wurden in den 1950er und 1960er-Jahren auf 8-Bit-Computern mit eingeschränkter Funktionalität und langsamen Datenraten (600 – 2.400 Bit/s) entwickelt. Die Datenverbindungen der zweiten Generation (Link 16, Link 22) aus den 1970er und 1980er Jahren arbeiten multifunktional auf 16-Bit-Computern mit schnelleren Datenraten (2.400 Bit/s – 1 MBit/s).

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