Die Niederlande beschleunigen die Beschaffung von Luftverteidigungssystemen Patriot und Schützenpanzern Schakal. In einem Brief an die zweite Kammer des niederländische Parlament (Kamerbrief) hat die Verteidigungsministerin Dilan Yeşilgöz-Zegerius mitgeteilt, dass im Haushalt 2026 durch Umschichtung Mittel für die Anschubfinanzierung einer Feuereinheit Patriot und von Radschützenpanzern Schakal bereitgestellt werden. Als Begründung führte die Ministerin an, dass eine spätere Beschaffung zu höheren Preisen und zu längeren Lieferzeiten führen würden.

Für die Beschaffung der Feuereinheit Patriot werden bis 2031 940 Millionen Euro und für die 72 Schakal im selben Zeitraum 570 Millionen Euro benötigt.
Die Finanzierung soll zunächst durch Reduzierung der Ansätze für andere Beschaffungen erfolgen, die Yeşilgöz-Zegerius nicht näher benannt hat. Zum Jahresende setzt sie auf Währungsgewinne, um den notwendigen Ausgleich zu schaffen.
Die Mittel in diesem Jahr sollen für Vorauszahlungen in Höhe von 265 Millionen Euro verwendet werden. Die weitere Finanzierung der beiden Projekte soll in den Jahren 2029 bis 2031 erfolgen.

Schneller Fähigkeitsausbau
Mit der Patriot-Feuereinheit soll die Fähigkeit „Integrated Air and Missile Defence“ ausgebaut werden. Eine vorübergehende Lücke war durch die Unterstützung der Ukraine entstanden.
Gemeinsam mit Deutschland beschaffen die Niederlande den Radschützenpanzer Schakal. Den entsprechenden Vertrag hat die OCCAR im Oktober 2025 mit der ARTEC geschlossen. Demnach erhalten die Niederlande 72 Boxer RCT 30 im Wert von 570 Millionen Euro zur Verstärkung der mittelschweren Infanteriebrigade (Medium Infantry Brigade, MIB).
Gerhard Heiming
















