Nach der Billigung durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages kann die Bundeswehr aus dem Rahmenvertrag vom Juli 2024 weitere 1.744 Lkw, leicht, geländegängig bestellen, die in der Truppe als Wolf 2 eingeführt sind. Dafür sind 288 Millionen Euro freigegeben worden.

Die Bundeswehr hat in einer Rahmenvereinbarung vom Juli 2024 mit Mercedes-Benz bis zu 5.800 militärische, hochgeländegängige, leichte Lastkraftwagen (Lkw mil gl le), bestellt. Das erste Los mit 1.500 Fahrzeugen läuft seit 2024 der Truppe zu. Das gesamte Auftragsvolumen wurde mit 1,3 Milliarden Euro angegeben. Alle 5.800 Lkw sollen bis 2032 ausgeliefert sein.

Das Felgjägerfahrzeug ist eine der beiden Varianten des Wolf 2, die derzeit ausgeliefert werden. (Foto: Bundeswehr Christoph Kassette)

Wolf 2 in den Varianten Führungsfahrzeug und Feldjägerfahrzeug

Basis für die Wölfe ist die Mercedes-Benz G-Klasse, Baureihe 464, die von Mercedes-Benz seit 2021 in Graz produziert wird. Die Baureihe 464 ist auch die Basis des Luftlandefahrzeugs Caracal, dessen Serienauslieferung demnächst beginnen soll.

Der Wolf wird in den Varianten Führungsfahrzeug und Feldjägerfahrzeug geliefert. Die Fahrzeuge werden von Binz Automotive mit militärspezifischen Einbauten versehen. Hierzu gehört insbesondere der Einbausatz D-LBO. Die Führungsfahrzeuge erhalten alternativ entweder die Ausstattung D-LBO MTN-A3 (Mobile Tactical Node), eine Funkausstattung die gleichzeitig als Verbindungsknoten dient, oder D-LBO MTC-F4 (Mobile Tactical Client) als universelle Schnittstelle für den Nutzer zum taktischen Informations- und Kommunikationsverbund. Die Feldjägerfahrzeuge werden in gleicher Weise ausgestattet.

Wolf 2 D-LBO-ready

Nach Angabe des BAAINBw ist der Wolf 2 für den Transport von bis zu vier Soldaten mit kompletter persönlicher Ausstattung und Bewaffnung ausgelegt. Die funktionale Ausstattung mit modernen Führungsmitteln sei von Beginn an mitgedacht. Daher sind die Fahrzeuge bei Auslieferung auch bereits zur Aufnahme der Funk- und Führungsausstattung D-LBO vorbereitet.

Gerhard Heiming