Die deutsche Rüstungsfirma Stark produziert jetzt Strike-Drohnen im britischen Swindon. Es handelt sich um ihre erste Fertigungsstätte außerhalb Deutschlands.
Das Waffen-Start-up Stark, das der Ukraine die Kamikazedrohne „Virtus“ liefert, hat sein erstes Werk in Großbritannien in Betrieb genommen. In der Grafschaft Wiltshire sollen insgesamt mehr als 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.
Der rund 3.700 Quadratmeter große Standort in Swindon zwischen London und Bristol ist das erste Fertigungsgelände von Stark außerhalb Deutschlands. Bislang seien bereits mehr als 50 Arbeitsplätze in Abteilungen wie Software, Elektronik, Flugbetrieb, Produktion sowie Luft- und Raumfahrttechnik geschaffen worden, heißt es in der Mitteilung.
Stark arbeitet mit GreenJets zusammen
Stark produziert unbemannte Waffensysteme für die NATO und die Ukraine. Die Produktionsstätte in Swindon ergänze das Spektrum der britischen Verteidigungsindustrie, erklärte das Unternehmen. Das deutsche Start-up hat außerdem eine Zusammenarbeit mit dem britischen Ingenieurbüro GreenJets angekündigt. Ziel sei die Integration von Antriebs- und Startsystemen in eine Reihe von unbemannten Systemen der nächsten Generation.
„Bereits ein Jahr nach der Trinity-House-Vereinbarung trägt unsere vertiefte Partnerschaft mit Deutschland erste Früchte und führt zu einer realen industriellen Zusammenarbeit und Investitionen im Inland“, ließ sich der für die britischen Streitkräfte zuständige Staatssekretär Al Carns in der Mitteilung zitieren.
Mike Armstrong, UK Managing Director von Stark, geht davon aus, dass die neue Fabrik in Großbritannien „die europäischen Lieferketten stärken, die britische Verteidigungsproduktion ankurbeln und den Wandel hin zu erschwinglichen, skalierbaren autonomen Systemen unterstützen“ werde. „Die gewaltige Aufgabe, die Verteidigungsfähigkeit sicherzustellen, ist eine Teamleistung.“
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