Im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) kommt es zu personellen Veränderungen auf höchster Ebene: Verteidigungsminister Boris Pistorius beruft Dr. Jan Stöß zum neuen dritten Staatssekretär und Jens Plötner zum Staatssekretär für Rüstung und Innovation.
Angesichts wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen und zunehmender Komplexität in der Umsetzung verteidigungspolitischer Vorhaben soll einer Mitteilung des BMVg zufolge erstmals ein dritter Staatssekretärsposten im BMVg eingerichtet werden. Dies erfolge, so das BMVg, im Einvernehmen mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil. Die neue Struktur soll schnellere Entscheidungen und effizientere Abläufe in einem zunehmend angespannten sicherheitspolitischen Umfeld ermöglichen.

Der 51-jährige Jurist Dr. Jan Stöß, bislang Leiter der Abteilung „Recht und Organisation“, bringe umfangreiche Erfahrung aus zentralen Reformprojekten im Geschäftsbereich mit. Er war maßgeblich an der Reorganisation des Ministeriums, der Bundeswehr und nachgeordneter Strukturen beteiligt und prägte unter anderem das Artikelgesetz zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Truppe.
Jens Plötner übernimmt im Sommer den Bereich Rüstung und Innovation und folgt damit auf Staatssekretär Benedikt Zimmer, der diese Position seit 2018 innehatte. Der 57-jährige Plötner war zuletzt außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Scholz und gelte, so das Verteidigungsministerium, als ausgewiesener Kenner internationaler Rüstungsprojekte. Seine diplomatische Erfahrung und sein Netzwerk in Politik und Industrie sollen die europäische Zusammenarbeit und den Einsatz neuer Technologien vorantreiben.
Minister Pistorius würdigte den scheidenden Staatssekretär Benedikt Zimmer als „herausragenden Offizier und Staatssekretär“, der mit großem Engagement die Wende in der militärischen Beschaffung eingeleitet habe. Rekordzahlen bei Vertragsvolumen und erste Auslieferungen aus dem Sondervermögen noch in diesem Jahr seien ein sichtbares Ergebnis seiner Arbeit. Zimmer habe sich „um die Sicherheit unseres Landes mit viel Herzblut und größter Disziplin verdient gemacht“, so Minister Pistorius.
Die genaue Aufgabenverteilung innerhalb des neu strukturierten Leitungskreises soll in den kommenden Wochen in Abstimmung mit den zuständigen Gremien finalisiert und im Laufe des Sommers umgesetzt werden.
Redaktion / CK


















