Das kanadische Technologieunternehmen CAE und der deutsche Marine-Spezialist thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) haben eine Absichtserklärung zur Vertiefung ihrer Kooperation unterzeichnet. Das hat CAE am 28. Mai mitgeteilt. Demnach zielt die erweiterte Partnerschaft darauf ab, globale Kompetenzen und Technologien im Bereich der maritimen Exzellenz zu entwickeln. Damit stärken die Unternehmen die Verteidigungsfähigkeit Kanadas und unterstützen direkt die Ziele der kanadischen Verteidigungsindustriestrategie (Defense Industrial Strategy, DIS).

An der Unterzeichnungszeremonie nahm Verteidigungsminister Boris Pistorius teil. 

Fokus auf Ausbildung und Einsatzbereitschaft

Die Vereinbarung baut auf einer Allianz auf, die bereits Anfang 2026 für das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP) geschlossen wurde. Durch den Ausbau der Zusammenarbeit sollen die Royal Canadian Navy sowie globale Verbündete mit hochmodernen Ausbildungs- und Einsatzbereitschaftskapazitäten ausgestattet werden.

„Moderne Marineoperationen erfordern hochgradig anpassungsfähige Ausbildungsumgebungen, die sich parallel zu neuen Bedrohungen weiterentwickeln“, sagte Oliver Burkhard, Chief Executive Officer von TKMS.

Im Zentrum steht CAE zufolge das Ziel, Streitkräfte optimal auf komplexe, dynamische maritime Szenarien und sich ständig wandelnde Bedrohungen vorzubereiten. TKMS bringt hierbei seine fundierte Expertise im U-Boot-Konstruktions- und Schiffbau ein, während CAE seine weltweit führende Position in den Bereichen Simulation, Ausbildung und Missionssystem-Unterstützung beisteuert.

„Unsere Priorität ist es, sicherzustellen, dass globale Streitkräfte, einschließlich der Royal Canadian Navy, von fortschrittlicher Ausbildung, Unterstützung bei Missionssystemen und langfristigen Instandhaltungskapazitäten profitieren“, sagte Matthew Bromberg, Präsident und Chief Executive Officer von CAE.

Nach Unterzeichnung des MoU: (v.l.) Holger Isbrecht und Andreas Görgen (TKMS), Verteidigungsminister Boris Pistorius, Matthew Bromberg und Pascal Grenier (CAE). (© CAE)

Wirtschaftliche Impulse für Kanada

Die Kooperation zahlt direkt auf Kanadas „Build-Partner-Buy“-Rahmenkonzept ein und stärkt die technologische Souveränität des Landes im Luft-, Land- und Seebereich. Neben dem militärischen Mehrwert bringt die Partnerschaft auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile für die Region. In Kanada werden hochqualifizierte Arbeitsplätze gefördert und geschaffen. In die Wertschöpfungskette wird die industrielle Präsenz von CAE eingebunden mit einem Netzwerk von mehr als 400 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Gerhard Heiming