Im letzten Schritt des Beitritts Dänemarks zum jetzt Fünf-Nationen-Programm Common Armoured Vehicle System (CAVS) hat das Land 129 Patria 6×6 bestellt, von denen das erste Fahrzeug noch in diesem Jahre ausgeliefert werden soll. Das geht aus Mitteilungen des dänischen Beschaffungsamtes (DALO) und des Fahrzeugherstellers Patria vom 14. Juli hervor.

Dänemark hatte April die technische Vereinbarung zu CAVS mit allen teilnehmenden Ländern unterzeichnet und im Zusammenhang mit der Bestellung die F&E-Vereinbarung, die Rahmenvereinbarung und die Vereinbarung zum Lebenszyklusmanagement (LCM). Damit ist Dänemark nach Finnland, Lettland, Schweden und Deutschland das fünfte Land, das sich dem Programm anschließt.

Die Grundversion des Patria 6×6 ist die Basis für zahlreiche Varianten im CAVS-Programm. (Foto: Patria)

CAVS-Programm

Im Rahmen des CAVS-Programms ist unter Federführung von Patria ein hochmobiler, gepanzerter Mehrzweck-6×6-Radpanzer entstanden. Bisher sind über 200 Fahrzeuge im CAVS-Rahmen bereits ausgeliefert worden. Insgesamt liegen Patria Bestellungen für rund 1.000 Patria 6×6-Fahrzeuge vor. Die Lieferung der Fahrzeuge erfolgt unter Nutzung der lokalen Industriekapazitäten der Mitgliedsländer, wobei jedes neue Land die Versorgungssicherheit für das gesamte Kooperationssystem von Natur aus stärkt.

Deutschland hat mit dem Entwicklungsauftrag für eine Mörservariante des CAVS-Fahrzeugs im April die Beschaffung eingeleitet. Erste Serienfahrzeuge in den Versionen Pionier- bzw. Aufklärungsfahrzeug sollten im ersten Halbjahr 2025 bestellt werden. Die entsprechenden Beschaffungsvorlagen liegen allerdings dem Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages noch nicht vor. Auch für die Mörservariante wird ein Auftrag zeitnah erwartet. Die Produktion soll zu großen Teilen in Deutschland erfolgen.

Die Zukunft

Mit der Aufnahme eines fünften Landes in die CAVS-Gemeinschaft weitet sich der Erfolg des ursprünglich bilateralen finnisch-lettisch Fahrzeugprogramms aus. Allein Deutschland will über 1.000 Fahrzeuge bestellen. Mit den vorliegenden Bestellungen könnte das Programm noch in diesem Jahrzehnt die 2.000er Mark überspringen.

Redaktion / gwh