(gwh) Beim NATO-Gipfel in Brüssel haben die Verteidigungsminister der Allianz fünf neue multinationale High Visibility Projects gestartet, die sich mit einigen der kritischsten Bereiche für die Abschreckung und Verteidigung der Alliierten befassen sollen. Bei der Eröffnung der Unterzeichnungszeremonie begrüßte der amtierende stellvertretende NATO-Generalsekretär Boris Ruge „den Beginn sinnvoller Arbeit in neuen Bereichen, aber auch wichtige Meilensteine für bestehende Projekte“. „Dies ist ein großartiges Beispiel dafür, wie unser Bündnis seine Ziele erreicht“, sagte er.

Einer Information der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) vom 17. Oktober zufolge haben fünf Nationen – Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich – zudem eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Weg für die Zukunft der Next Generation Rotorcraft Capability (NGRC) ebnen soll. Das NGRC Projekt wird administrativ NSPA durchgeführt.
Dieser Meilenstein sei ein weiterer Schritt, um die Arbeit an der Konzeptionsphase des Programms voranzutreiben, die voraussichtlich 2026 beginnen werde, schreibt die NSPA. Demnach haben sich die fünf Bündnispartner im Rahmen der Absichtserklärung verpflichtet, bis Ende 2027 eine einzige bevorzugte Lösung für den Ersatz dieser Fähigkeiten zu ermitteln, so dass diese Lösung bis 2030 entwickelt werden kann.
| Projekt | Anzahl Teilnehmer |
| Beschleunigung RPAS (AGS) | 13 |
| Standardisierung Artilleriemunition | 15 |
| Verteilte synthetische Übungs-Umgebung | 18 *) |
| Northlink arktische Satellitenkommunikation | 13 *) |
| Starlift kurzfristige Weltraumfähigkeiten | 14 *) |
| *) mit deutscher Beteiligung | |
Die NSPA führt das Projekt über ihre Unterstützungspartnerschaft (Support Partnership – SP). Das NGRC-Programm zielt darauf ab, mittlere Mehrrollenfähigkeiten zu ersetzen, deren Lebenszyklus 2035 und später endet. Derzeit laufen bei der NSPA die ersten Konzeptstudien für das Programm.
Im Juli hat die NSPA Aufträge an die Drehflüglerhersteller Airbus, Leonardo und Sikorsky zur Durchführung integrierter Plattformkonzeptstudien – auch bekannt als Studie 5 – vergeben (ESuT berichtete).
Diese Studien – die jeweils bis zu zwei Konzepte umfassen – werden im Oktober 2025 vorgelegt, so dass die NSPA ihren Bericht an die Nationen erstellen kann.
Redaktion / gwh
















