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Oft wirken bedeutende Elemente in modernen Gefechtsfahrzeugen im Verborgenen. Das gilt auch für die Waffenstabilisierung und die Antriebe von Waffe und Turm. Für den von KNDS als Neuvorstellung präsentierten Kampfpanzer Leopard 2 A-RC 3.0 hat Vincorion das neue Waffenstabilisierungssystem GTD  Chaser entwickelt und auf der Eurosatory offiziell als serienreif vorgestellt.

Die Stabilisierungstechnologie sorgt Vincorion zufolge in modernen Panzerfahrzeugen wie dem Leopard 2 und dem Puma dafür, dass das Geschütz selbst bei hoher Geschwindigkeit und in schwierigem Gelände stets präzise auf das Ziel ausgerichtet bleibt. Der modulare Ansatz des Produktes unterstützt innovative Systemarchitekturen wie beim auf der Messe vorgestellten Leopard 2 A-RC 3.0.

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Die Präzision beim Anrichten der Waffe des Leopard 2 A-RC 3.0 leistet die Waffenstabilisierung GTD Chaser von Vincorion (Foto: Gerhard Heiming)

„Mit GTD Chaser kann der Bordschütze seine Ziele auch unter schwierigsten Bedingungen präzise bekämpfen – für eine maximale Ersttrefferwahrscheinlichkeit“, sagte Sascha Brüning, Vice President Business Development and Sales von VINCORION, anlässlich der Präsentation des Systems auf der Messe in Paris.

Das System GTD Chaser basiert auf vorkonfigurierten und vorqualifizierten Komponenten und Modulen und bietet so eine Reihe von Vorteilen: Vier Funktionsgruppen hat Vincorion benannt: Sensoren, Steuerelektronik, Leistungselektronik und die elektrischen Antriebe. Dank des modularen Aufbaus kann das System in kürzester Zeit an die Bedürfnisse des Nutzers und die Konfiguration des Fahrzeugs angepasst werden. Die Kern-Komponenten und -Module sind vollständig serienreif – das ermöglicht eine sehr schnelle Adaption an neue Fahrzeuge wie die jüngste Weiterentwicklung des Leopard 2.

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GTD Chaser im Labor auf einem Bewegungssimulator. (Foto Vincorion)

„Die Präzision, die Elektronik und Mechanik in GTD Chaser bieten, sei nur mit einem reaktionsschnellen Antriebsmotor für Turm und Waffe möglich“, erklärt Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement bei Vincorion. Hochkomplexe Regelungstechnik und Software verarbeiten, interpretieren und nutzen die Daten der Lage- und Bewegungssensoren. Laut Zeitler ist das exakte Zusammenspiel von Sensorik, Datenverarbeitung, Antriebselektroniken und den Antrieben entscheidend: So kann die große Masse des Turms und insbesondere das Rohr präzise und mit maximaler Geschwindigkeit gesteuert werden. Die Bewegungen des Fahrzeugs und der Rückstoß des Schusses müssen kontinuierlich und direkt kompensiert werden, um das Ziel hochpräzise anzuvisieren.

Dafür sorgt die Leistungselektronik, die Vincorion für die Panzer liefert. „Es wird viel Rechenleistung, Sensorik und Energie benötigt, damit der Turm des Panzers sich dreht und die Waffe sich hebt und senkt“, so Zeitler. Deshalb sei man überzeugt, eine Waffen-Richt- und Stabilisierungsanalage zu liefern, die als die beste der Welt gelten könne.

Redaktion / gwh