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Am 20. Februar 2024 feierte die EUMA im Beisein zahlreicher internationaler und armenischer Gäste ihr einjähriges Bestehen; ein guter Grund für eine erste Bilanz.

Am 13. Und 14. September 2022 griffen aserbaidschanische Truppen erstmals das armenische Hauptland an. Sie rückten zum Teil mehrere Kilometer auf armenisches Territorium vor und besetzten Höhenzüge und Gebirgspässe. Die kurzen Gefechte forderten ca. 300 Tote und trieben 7.600 armenische Einwohner der betroffenen Grenzgebiete in die Flucht. Aserbaidschan erlangte eine militärisch vorteilhafte Lage, da seither seine Stellungen meist oberhalb der armenischen liegen und bisweilen eine weite und ungehinderte Sicht in armenisches Territorium erlauben. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass die Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan nicht verbindlich festgelegt und markiert ist. Alte Karten zeigen verschiedene Verläufe und werden von beiden Konfliktparteien zu deren jeweiligem Vorteil herangezogen. Die Inbesitznahme strategisch vorteilhafter Höhenzüge durch Aserbaidschan wertet Armenien als Bedrohung.

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Fahrzeuge der EUMA auf Patrouille (Fotos: Autor)

Armenien ist zwar Mitgliedstaat im östlichen Verteidigungsbündnis Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS), hat aber schon im Krieg 2020 und wieder im Herbst 2022 keinen militärischen Beistand erhalten. Vor den aserbaidschanischen Angriffen

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