Print Friendly, PDF & Email

Das portugiesische Heer (Exército Português) hat mitgeteilt, dass Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) die ersten sechs von 47 bestellten mittleren taktischen 4×4-Lastkraftwagen des Typs MAN TG-mil ausgeliefert hat. Die über die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) beschafften Fahrzeuge sollen als Mobilitätsplattform für das taktische Informations- und Kommunikationssystem (Sistema de Informação e Comunicações Tático, SIC-T) dienen.

blank
Die ersten sechs 4×4 MAN-TG-mil sind an das portugiesische Heer ausgeliefert. (Foto: Exercito-Portugues)

Mit SIC-T will das portugiesische Heer seine Einsatzeinheiten mit Kommunikations- und Informationssystemfunktionen (CSI) auszustatten, die Interoperabilität und Anpassungsfähigkeit an den Einsatzorten gewährleisten und es ihnen ermöglichen, in anspruchsvollen Situationen und sich ständig ändernden Betriebsumgebungen zu arbeiten.

Das Fahrzeug sei integraler Bestandteil eines Binoms, das aus dem Fahrzeug selbst und einem Kommunikationsschutzraum besteht, schreibt das Heer. Obwohl es sich um zwei autonome Systeme handele, müssen sie integriert werden, damit sie im Einsatz ein einziges System bilden. Die festgelegten Anforderungen gewährleisten die Integration zwischen der Mobilitätsplattform und dem Kommunikations-Shelter. Damit soll die Vielseitigkeit des Einsatzes der CIS-T-Systeme in den wahrscheinlichsten Einsatzszenarien gewährleistet werden.

blank
Die geländegängigen Lkw sind mit einem Tragrahmen für die Aufnahme der Kommunikations-Shelter vorbereitet. (Foto: Exercito-Portugues)

Ein Teil der Fahrzeuge wird für die Aufnahme einer Besatzungskabine mit ballistischem Schutzniveau ≥ 2/ 2b vorbereitet.

Darüber hinaus soll noch in diesem Jahr die Auslieferung 61 Fahrzeugen derselben Baureihe in 6×6-Konfiguration beginnen. Mit den Fahrzeugen sollen unter Verwendung eines Hakenliftsystems ISO-Container verschiedener Größen und andere Transportbehälter transportiert werden. Einige Fahrzeuge werden mit Ladekran ausgestattet. Die Vorbereitung eines Anteils der Fahrzeuge zur Aufnahme einer geschützten Kabine ist vorgesehen.

Redaktion / gwh