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Das BAAINBw hat bei Rolls-Royce Solutions (ehemals MTU Friedrichshafen) 53 neue Triebwerke für den Schützenpanzer Puma bestellt. Nach der Mitteilung des Beschaffungsamtes ist der mit mehr als 129 Millionen Euro dotierte Vertrag der volumenstärkste Auftrag im Rahmen des Ersatzteilfolgebedarfs der vergangenen Jahre. Die Ersatztriebwerke gehen in die Umlaufreserve und werden von dort bedarfsgerecht in die Truppe gesteuert.

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Ersatztriebwerke sichern die Mobilität des Schützenpanzers Puma, wenn das Original-Triebwerk generalüberholt werden muss. (Foto: MTU)

Die Triebwerke der Puma müssen nach festgelegten Fristen generalüberholt werden. Dem BAAINBw zufolge sind die Fristen 1.000 Betriebsstunden oder 10.000 km Laufleistung oder zehn Jahre. Nach Erreichen einer dieser Fristen werden die Triebwerke als vorbeugende Materialerhaltung in der Industrie generalüberholt. Dafür müssen die Triebwerke im Vorfeld der anschließenden Wartung aus den Schützenpanzern ausgebaut und gegen andere Triebwerke ausgetauscht werden. Die Dauer der Generalüberholung beträgt nach Angaben des Auftragnehmers circa ein Jahr.

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Im Puma-Powerpack leistet der MTU Diesel 10V 390 mit einem Hubraum von elf Litern 800 Kilowatt. (Foto: MTU)

Die Auslieferung der ersten Triebwerke ist für Mai 2024 geplant und soll gestaffelt bis Juni 2025 abgeschlossen sein. In diesem Zeitraum erreichen die ersten Puma die Zehn-Jahresfrist.

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Mit dem nun geschlossenen Vertrag werde die Bundeswehr über ausreichend Ersatztriebwerke verfügen, so das BAAINBw, was gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge für die Ausbildung, Übungen und einsatzgleichen Verpflichtungen deutlich erhöhe.

gwh / Redaktion