Aeromedical Evacuation – Fliegende Intensivstation
Matthias Thorolf Kohl
Bereits vor Beginn der eigentlichen Fliegerei, lassen wir einmal die Flugversuche der Antike und des Mittelalters außer Betracht, schlug schon im Jahre 1895 ein Franzose – Charles Richet – den Transport von Verwundeten und Kranken durch die Luft vor.
Umso erstaunlicher bleibt, dass von dieser theoretisch erkannten Möglichkeit auch während des gesamten 1. Weltkriegs, trotz einiger französischer und amerikanischer Anläufe in den Jahren 1917 und 1918, praktisch kein Gebrauch gemacht wurde. In Deutschland wurde das Konzept des Patientenlufttransportes (aeromedical evacuation/AE) erst mit Aufbau der neuen Luftwaffe nach 1935 wieder verfolgt. Von da ab entwickelten sich die Fähigkeiten des AE stetig weiter. Von den ersten Langstreckentransporten mit der Junkers Ju 52, auch „Tante Ju“ genannt, über eine Rüstvariante für 88 Tragen in der Boeing 707 (1968-1999), ohne Möglichkeit der intensivmedizinischen Behandlung, mündete die Entwicklung 1999 im Airbus A310 MedEvac, der ersten AE-Rüstvariante, die man als „fliegende Intensivstation“ bezeichnen kann.
Rückblick A310 MedEvac
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