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Zum 1. Oktober 2021 wird die Daimler Mobility AG in zwei voneinander unabhängige Unternehmen geteilt: Mercedes-Benz AG für Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Personenkraftwagen und Vans sowie Daimler Truck AG für Lastkraftwagen. Die Daimler Mobility AG geht in den beiden anderen Unternehmen auf. Vorstandsvorsitzender der umsatzstärkeren Mercedes-Benz AG wird Ola Källenius, der bisher schon in Personalunion dieses Amt innegehabt hat. Die Daimler Truck AG wird weiterhin von Martin Daum geleitet.

Seit 2019 waren unter dem Dach der Daimler AG drei Tochterfirmen tätig, die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG und die Daimler Mobility AG für Finanzierungen und Mobilitätslösungen. Zwischen den drei Tochterunternehmen bestanden zahlreiche Verflechtungen und gemeinsam Aktivitäten z.B. im Vertrieb, in der Forschung und beim Personal.

Zu Daimler Trucks gehört auch in Zukunft die Mercedes-Benz Special Trucks (MBS) in deren Zuständigkeit die Unimog-, Zetros- und Econic-Lkw hergestellt, nach Kundenwünschen konfiguriert und vertrieben werden. Hierzu gehören auch die Varianten, die nach militärischen Anforderungen ausgestattet sind und unter Mercedes-Benz Military Vehicles zusammengefasst sind. Ob und wie die Militärversionen der G-Klasse hier zugeordnet werden können, ist noch nicht abschließend geklärt.

Mit der Aufteilung des Konzerns in zwei unabhängige Unternehmen sollen Kundennähe und Effizienz gesteigert werden. Den Kundenstamm für Mercedes-Benz bilden vor allem Privatkunden, während Daimler Trucks vornehmlich auf Kunden aus Firmen, Organisationen und Behörden ausgerichtet ist. Derzeit werden gemeinsame Unternehmungen und Besitz (Dokumente, Liegenschaften und z.B. das Mercedes-Benz-Museum) auseinanderdividiert und den neuen Eigentümern zugeordnet.

Die Daimler AG wird geteilt
Die Daimler AG wird geteilt

Für die Kunden ergeben sich Änderungen daraus, dass die Vertriebsorganisationen um- und teilweise neu aufgebaut werden. Für Kontakte zwischen den Unternehmen müssen Verträge geschlossen werden, wie zwischen zwei völlig fremden Unternehmen. Absprachen sind auch aus kartellrechtlichen Gründen nicht mehr zulässig.

Zum 1. Dezember 2021 sollen die Mercedes-Benz AG und die Daimler AG im DAX 40 gelistet werden.

Gerhard Heiming