Die Russische Marine begeht den 325. Jahrestag mit Flottenparaden
Auch in diesem Jahr sind wieder mehrere russische Kriegsschiffe und U-Boote auf dem Weg zur großen russischen Marineparade vor St. Petersburg. Der Oberbefehlshaber der russischen Marine, Admiral Nikolaj Jewmenow, liess am 6. Juli die Teilnahme der U-Boote „Fürst Wladimir“, „Orel“ und „Vepr“ bekanntgeben. Während das dänische Verteidigungsministerium die Große-Belt-Passage der „Orel“ (K-266), ein nuklearangetriebenes U-Boot der Oscar-II-Klasse, bereits am 05. Juli verzeichnete, wurde die „Fürst Wladimir“ (K-549) der Borei-A-Klasse am 06. Juli in den dänischen Gewässern beobachtet. Die „Vepr“ (K-157), ein nuklearangetriebenes U-Jagd-U-Boot des Typs Akula-II, passierte südwärts laufend die Brücke im Großen Belt am Morgen des 7. Juli.
Als zusätzlicher Gruß aus dem arktischen Raum wird das konventionelle U-Boot der Kilo-Klasse, „Wladikawkas“ (B-459), entsandt – so die Meldung des Pressedienstes der Nordflotte am 5. Juli.
Mit der „Fürst Wladimir“ ist erstmals seit 2017 wieder ein strategisches Atom-U-Boot in der Ostsee. Damals nahm „Dmitry Donskoy“ (TK-208), Typhoon-Klasse, an den Feierlichkeiten teil. Mit ihren 175 Metern Länge und 48.000 Tonnen Verdrängung gelten die U-Boote dieser Baureihe als die weltweit größten. Zum Zeitpunkt ihres Ostsee-Aufenthaltes 2017 befand sich „Dmitry Donskoy“ in einer Testphase und war nicht mit ballistischen Raketen bewaffnet. „Orel“ war bereits im letzten Jahr an der Flottenparade zum Marinegeburtstag beteiligt (ESuT berichtete). U-Boote aus seiner Familie der Oscar-Klasse, in der russischen Terminologie als ‚Raketenkreuzer‘ bezeichnet, wurden als ‚Flugzeugträgerknacker‘ entwickelt. Ihre ursprüngliche Hauptbewaffnung, 24 Marschflugkörper vom Typ P-700 Granit (NATO Bezeichnung SS-N-19 Shipwreck), war zur Bekämpfung der US-Flugzeugträger gedacht. Die U-Boote der Oscar-II-Klasse erhielten anstelle der Granit-Flugkörper die P-800 Oniks/Onyx (NATO Bezeichnung SS-N-26 Strobile) oder 3M14K Kalibr (SS-N-27/SS-N-30A Sizzler)– Marschflugkörper, die mit dem US-Tomahawk vergleichbar sind. Auch über die mögliche Einrüstung des 3M22 Zirkon wird in westlichen Expertenkreisen spekuliert. Der hyperschallschnelle Flugkörper kann Mach 9 erreichen.

Die „Vepr“ repräsentiert die modernisierte Akula-Klasse, Projekt 971 – russisch auch als Shchuka-B bezeichnet. Nach der umfangreichen Überholung in der Nerpa-Werft nahe Murmansk wurde die „Vepr“ im August 2020 wieder in die Nordflotte integriert.
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