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Zur Informationsversorgung mit nationalen und internationalen Aufklärungsdaten erhält die Bundeswehr in einem ersten Schritt Teile der DV-Ausstattung „Coalition Shared Data“ (CSD). Das Gesamtsystem an Joint-Intelligence, Surveillance und Reconnaissance (Joint-ISR) IT-Services soll in vier eigenständig nutzbaren verlegefähigen Containern beschafft und für die Speerspitze der NATO VJTF 2023 bereitgestellt werden.

Mit CSD werden die Ergebnisse aus den Bereichen Aufklärung und Militärisches Nachrichtenwesen harmonisiert, standardisiert gespeichert und für eine Darstellung und Übertragung bereitgestellt. Davon profitiert u.a. der gemeinsame Aufklärungs- und Überwachungsprozess (Joint-Intelligence, Surveillance und Reconnaissance, Joint-ISR) bei Einsätzen im Rahmen der NATO und der EU.

Als Hauptauftragnehmer wurde in einem abgekürzten Verfahren IBM Deutschland ausgewählt. Als wesentliche Unterauftragnehmer sollen Airbus Defence and Space, Fraunhofer Gesellschaft IOSB, Esri Deutschland, Infodas, M4Com System und Norrenbrock Technik verpflichtet werden.

Der für die NATO-Speerspitze VJTF 2023 relevante Anteil soll bis 2022 ausgeliefert sein. Für den Einsatzzeitraum bis 2024 sind darüber hinaus Wartung und Betriebsunterstützung vereinbart. Das Gesamtpaket ist mit 59,3 Millionen Euro veranschlagt. Für die Folgejahre bis 2036 sind, so das Verteidigungsminisiterium, weitere 58,1 Millionen Euro für die Nutzung der Systeme erforderlich.

Verlegbare Datenhaltung für internationale Einsätze

Das CSD-System soll nach dem VJTF-Einsatz in einem zweiten Schritt weiter ausgebaut werden. Der Umfang und eine Zeitplanung sind bisher nicht veröffentlicht.

Gerhard Heiming