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Die Bundeswehr hat am 17. Dezember 2019 den letzten bestellten Eurofighter erhalten, wie AeroBuzz gemeldet hat. Seit 2004 hat die Bundeswehr 143 Kampfflugzeuge Eurofighter in drei Tranchen erhalten, die sich technisch stark unterscheiden. Ursprünglich hatte die Bundeswehr die Beschaffung von 250 Eurofightern geplant. In mehreren Planungs- und Verhandlungsschritten wurde der Bestellumfang auf 143 Flugzeuge reduziert.

In der Planung ist der Ersatz der Tranche 1-Eurofighter durch 38 Neubauten mit dem Phased Array Radar (AESA) E-Scan Mk 1. Im Projekt Quadriga sollen sieben Zweisitzer und 26 Einsitzer beschafft werden, mit einer Option auf fünf weitere Einsitzer. Eine Entscheidung mit Bereitstellung der Finanzmittel wird im dritten Quartal 2020 erwartet.

Erstflug Eurofighter in Kuwait-Konfiguration

Am 23. Dezember 2019 hat im Flugerprobungszentrum der Leonardo Aircraft Division in Turin-Caselle das erste instrumentierte Serienflugzeug (ISPA 6) mit der Konfiguration der kuwaitischen Luftwaffe erfolgreich seinen Erstflug absolviert.

Der modernste Eurofighter in der Kuwait-Konfiguration (Foto: Eurofighter)

Das Flugzeug ist das erste, das das innovative Captor E-Scan Radar mit der Phasenverbesserung P3Eb fliegt, und ist ein wichtiger Meilenstein für die Indienststellung des Eurofighters beim Staat Kuwait.

2016 hatte Kuwait 28 Eurofighter bestellt und will das Flugzeug 2020 in Dienst stellen.

Das Fähigkeitspaket für Kuwait umfasst die Integration von Storm Shadow und Brimstone und anderen Luft-Boden-Waffen. Darüber hinaus sieht es die Integration eines neuen, fortschrittlichen Laserbebeleuchterpods (Lockheed Martin Sniper Advanced Targeting Pod) vor, der das Eurofighter-Portfolio an zugelassenen Laserpods erweitern wird; die Einführung des DRS-Cubic ACMI P5 Kampftrainingspods und einer verbesserten Navigationshilfe (VOR).

Gerhard Heiming