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Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Auflösung des Warschauer Paktes 1991 brachen Freude und Optimismus aus. Das Ende des Kalten Krieges war da. Schon bald begannen die westlichen Regierungen, die Friedensdividende an ihre Bürger auszuzahlen.  Abrüsten, Einsparen war die Devise.

Bis dahin musste man ständig alle Möglichkeiten der Aufklärung nutzen. Dazu gehörten neben Open Skies und Informationsbeschaffung durch den diplomatischen Dienst auch die Fernmelde-Elektronische Aufklärung (FmEloAufkl), und zwar land-, luft- und seegestützt.

Die Streitkräfte unterhielten in der Zeit des Kalten Krieges insgesamt acht Betontürme mit Antennen- und Empfangsanlagen entlang des Eisernen Vorhangs als Einsatzstellung. Dort wurden unter Verwendung modernster Aufklärungselektronik die Truppen des Warschauer Paktes ständig genauestens beobachtet und in der jeweiligen Auswertezentrale eine Bedrohungslage geführt, die auch der politischen Führung zur Verfügung gestellt wurde. Jederzeit musste mit einem Angriff auf einen oder mehrere NATO-Staaten unterhalb der Schwelle eines nuklear geführten Krieges gerechnet werden. Durch FmEloAufkl kann man Vorbereitungen eines solchen Angriffes rechtzeitig erkennen, um die Abwehr zu organisieren.

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