Schott hat neue gerahmte optische Schutzfenster für militärische optronische Systeme vorgestellt. Die Schutzfenster dienen als robuste Barriere für empfindliche Sensoren im sichtbaren und infraroten Spektralbereich. Sie schützen Kameras, Wärmebild- und Aufklärungssysteme zuverlässig vor Sand, Staub, Steinschlag, Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und anderen Belastungen im Gefechtsfeld. Spezielle Antireflex- und Schutzbeschichtungen erhöhen zusätzlich die Kratz- und Abriebfestigkeit und sichern eine dauerhaft hohe optische Transmission.

ZnS-Schutzfenster für Leopard 2 und Puma
Gemeinsam mit Hensoldt hat Schott hochleistungsfähige Schutzfenster aus Zinksulfid (ZnS) für stabilisierte Periskopsysteme moderner Kampfpanzer wie Leopard 2 und Puma IFV entwickelt. Die Entwicklung erfolgte innerhalb einer europäischen Lieferkette über rund anderthalb Jahre hinweg.
Das Unternehmen bietet eine vollständig integrierte europäische Lieferkette – von der Glasschmelze über Beschichtungstechnologien bis zur mechanischen Integration und militärischen Qualifizierung der Systeme. Ziel ist es, die Abhängigkeit von internationalen Mehrfachlieferanten bei sicherheitskritischen Komponenten zu reduzieren.

ZnS-Fenster für multispektrale Anwendungen in herausfordernder Umgebung
Die ZnS-Fenster wurden speziell für multispektrale Anwendungen im sichtbaren und infraroten Bereich optimiert. Neben der Materialentwicklung übernahm Schott auch Präzisionspolieren, Beschichtung, optische Montage und umfassende militärische Tests. Die Systeme wurden unter anderem gegen Abrieb, Sand- und Salznebelbelastung sowie extreme Temperaturschwankungen geprüft.
Gerhard Heiming


















