Rheinmetall hat mit Hensoldt einen langfristigen Rahmenvertrag zur Lieferung von Radaren aus der Produktfamilie Spexer 2000 abgeschlossen. Über den Rahmenvertrag mit einer Laufzeit bis in die 2030er Jahre wird die Rheinmetall-Tochter Rheinmetall Air Defence Systeme der bodengebundenen Luftverteidigung mit Such- und Feuerleitradaren ausrüsten.

Der Vertrag umfasst laut Mitteilung von Hensoldt die flexible Bereitstellung und Lieferung großer Stückzahlen von Radaren für Anwendungen im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung – insbesondere für Drohnenabwehrlösungen und das Skyranger 30-Flugabwehrsystem. Damit hat der Vertrag ein Potential im Bereich hoher dreistelliger Stückzahlen.

Ein Spexer 2000-Radar auf dem Dach des Boxer Skyranger 30. (Foto: Hensoldt)

Rahmenvertrag für eine belastbare Lieferkette

Der Rahmenvertrag schafft die Basis für eine planbare, effiziente und verlässliche Zusammenarbeit. Der Vertrag bietet beiden Seiten hohe Planungssicherheit sowie verbindliche Abnahmekonditionen und stellt sicher, dass Kernkomponenten der Spexer-2000-Produktreihe bedarfsgerecht und in belastbaren Lieferketten bereitstehen, schreibt Hensoldt. Ein Abruf aus dem Rahmenvertrag ist seitens verschiedener Gesellschaften aus der Rheinmetall Gruppe möglich.

Nach Angabe von Hensoldt bietet die Spexer-Radarfamilie Hochleistungsüberwachungsradare für verschiedene Reichweiten zur automatischen Erkennung und Klassifizierung von Boden-, See- und niedrig fliegenden Luftzielen. Das Spexer 2000 kommt bei der Bundeswehr neben dem Skyranger 30 auch im Feldagerschutz (Abwehrsystem gegen unbemannte Luftfahrzeuge, ASUL), dem Hochenergielaser zur Drohnenabwehr (Hochenergetisches Wirkmittel Softkill Modul, HoWiSM) und dem Luftverteidigungssystem zum Nah- und Nächstbereichsschutz (NNbS) zum Einsatz.

gwh