Im 1. Quartal 2025 konnte Hensoldt den andauernden Wachstumskurs fortsetzen. Der Umsatz nahm um 20 Prozent auf 395 Millionen Euro zu und mit sechs Prozent mehr neuen Aufträgen stieg der Auftragsbestand um 701 Millionen Euro auf knapp sieben Milliarden Euro. Das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Als Treiber nennt Hensoldt die Vertragserweiterungen für die Eurofighter Mk1-Radare sowie Aufträge im Rahmen des (spanischen) Eurofighter Halcon-Programms. Allerdings verschlechterte sich das Ergebnis um zehn Prozent auf 30 Millionen Euro.

Im weitaus größten Segment Sensors wuchs der Umsatz um 18,6 Prozent auf 339 Millionen Euro Das sind 86 Prozent des Konzernumsatzes. Demgegenüber sank das Ergebnis um mehr als ein Viertel auf 29 Millionen Euro. Das Segment Optronics mit der starken Steigerung um 34,2 Prozent 59 Millionen Euro zum Umsatz allerdings nur eine Million Euro zum Ergebnis beitragen

Neue Struktur für Hensoldt

Hensoldt gliedert seit Jahresbeginn um und wird demnächst auch in der neuen Struktur berichten. Im Produktbereich operieren die Divisionen „Radar Electromagnetic Warfare” (REW) and „Optronics”. Die „Multi Domain Solutions” (MDS) Division bietet Systeme und komplette Lösungen an und enthält die übernommene Division ESG. Die “Services & Training” Division bietet Unterstützungsleistungen an.

Bewertung

Oliver Dörre, CEO von Hensoldt, verwies auf den weiterhin andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie auf die Konfliktherde im Nahen und Mittleren Osten und den erhöhten Druck aus den USA, die in Europa und Deutschland zu verstärkten Investitionen in militärische Fähigkeiten und technologische Souveränität führen. „Bei Hensoldt haben wir in den vergangenen Jahren gezielt in die Digitalisierung und Vernetzung unserer Produkte, die Absicherung unserer Lieferketten sowie in die Infrastruktur und unsere Standorte investiert. Damit verfügen wir heute über die Technologien, Lösungen und operativen Kapazitäten, um in den kommenden Beschaffungsprogrammen Deutschlands und der EU eine bedeutsame Rolle zu spielen und unsere bisherige Ambition von fünf Milliarden Euro Umsatz bis 2030 auf bis zu sechs Milliarden Euro anzuheben,“ so Dörre wörtlich.

Christian Ladurner, CFO von Hensoldt, sieht eine robuste Entwicklung im operativen Geschäft. „Beim Auftragseingang konnten wir den bereits sehr starken Vorjahreszeitraum noch einmal übertreffen und dadurch einen erneuten Rekord beim Auftragsbestand verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2025 bleiben wir deshalb optimistisch und bestätigen unseren Ausblick für alle relevanten Kennzahlen.“

Prognose

Hensoldt bestätigt für das Geschäftsjahr 2025 seine Prognose für alle relevanten Kennzahlen. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis wird oberhalb 450 Millionen Euro erwartet. Die kontinuierlichen deutschen und europäischen Investitionen in Sicherheit und Verteidigung werden auch künftig zu einer hohen Nachfrage nach Produkten und Lösungen von Hensoldt führen.

Redaktion / gwh