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Die norwegische Beschaffungsbehörde Forsvarsmateriell (FMA) hat den Sensorspezialisten Hensoldt mit der Lieferung mehrerer Sekundärradare des Typs MSSR 2000 ID und Transponder LTR400 DNG einschließlich Kryptographie- und Testausrüstung sowie zugehöriger Dienstleistungen beauftragt. Wie Hensoldt mitgeteilt hat, beträgt die Auftragssumme für die neuesten Produkte zur Freund-Feind-Erkennung (Identification-Friend-or-Foe, IFF) rund 15 Millionen Euro.

Zur Arbeitsweise schreibt Hensoldt, dass die als IFF-Systeme bezeichneten Sekundärradare Flugzeuge präzise identifizieren, indem sie automatisch Abfragesignale senden, die von so genannten Transpondern an Bord der befreundeten Flugzeuge beantwortet werden. Das IFF ermögliche eine schnelle Unterscheidung zwischen befreundeten und feindlichen Kräften und helfe, Zwischenfälle durch Beschuss (friendly fire) zu vermeiden.

Beim neuen „Mode 5″ würden effiziente Verschlüsselungstechniken eingesetzt, um feindliche Signalmanipulationen zu vermeiden, so dass der Identifikationsprozess absolut zuverlässig und sicher sei. „Mode 5″ wird derzeit in allen westlichen Streitkräften als Voraussetzung für gemeinsame Operationen von US-, NATO- und anderen verbündeten Streitkräften eingeführt.

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Die Mode 5 IFF-Ausrüstung von Hensoldt trägt dazu bei, Zwischenfälle mit eigenen Truppen zu vermeiden. Quelle: Hensoldt

Die nach dem neuesten NATO-Standard Mode 5 arbeitenden IFF-Systeme für Norwegen werden in Landanlagen integriert, um deren Fähigkeit zur Unterscheidung zwischen befreundeten und feindlichen Streitkräften zu verbessern.

Hensoldt ist einer der Hauptakteure bei der Umrüstung der NATO-Streitkräfte auf Mode 5 IFF. Zu den Auftraggebern gehören u.a. die deutschen, französischen und britischen Streitkräfte, die IFF-Systeme einschließlich Kryptogeräten in Boden- und Marineanwendungen integrieren. Die deutsche Marine hat alle ihre Schiffe mit Hensoldt-IFF-Systemen ausgerüstet. Nach Angabe des Unternehmens sind mehr als 600 IFF-Systeme in 42 Nationen unter Vertrag.

Redaktion / gwh