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Mit einer Softwareerweiterung in seinem Sekundärradar MSSR 2000 ID hat der Sensorspezialist Hensoldt nach eigener Angabe die Erfassungsmöglichkeiten von bodengestützten Luftverteidigungssystemen (GBAD) erheblich verbessert.

Mit der Softwareerweiterung sei neben dem konventionellen Überwachungsmodus des Identification-Friend-or-Foe (IFF) -Systems ein so genannter „Stop & Stare-Modus“ implementiert worden, der die präzise Verfolgung von Flugzeugen ermögliche, so Hensoldt. Mit dem neuen Modus könnten Identifizierungsspuren in bestimmten Sektoren nahezu in Echtzeit und sehr präzise verarbeitet werden.

Die neue Funktion nutze eine elektronische Strahlsteuerung und eine automatisierte Antennensteuerung, um den Nutzer in die Lage zu versetzen, vom gewöhnlichen Überwachungsbetrieb zu einem sehr fokussierten Lock-on- und Tracking-Modus überzugehen, beschreibt Hensoldt das System. Dadurch werde die Unterscheidung zwischen befreundeten und feindlichen Kräften erheblich beschleunigt und damit der Schutz der Kräfte am Boden deutlich verbessert.

Nach der Information von Hensoldt identifizieren IFF-Systeme Flugzeuge präzise, indem sie automatisch Abfragesignale senden, die von Transpondern an Bord der befreundeten Flugzeuge beantwortet werden. Auf diese Weise ermögliche das IFF den Befehlshabern vor Ort, zwischen freundlichen und feindlichen Kräften zu unterscheiden, und trage dazu bei, Zwischenfälle durch eigenes Feuer zu vermeiden. Die neuesten „Mode 5″-IFF-Systeme wie MSSR 2000 ID verwenden ausgefeilte Verschlüsselungstechniken, um feindliche Signalmanipulationen zu verhindern und einen sicheren Identifikationsprozess zu gewährleisten.

Redaktion / gwh