Wie das Verteidigungsministerium in London berichtet, ist am 23. Februar das atomgetriebene britische Jagd-U-Boot „HMS Aston“ nach einer Fahrt von mehr als 8.000 Seemeilen in den westaustralischen Marinestützpunkt Stirling auf Garden Island in der Nähe von Perth eingelaufen. Der Hafenbesuch findet statt im Rahmen des AUKUS-Militärbündnisses, das 2021 zwischen Australien, dem Vereinigten Königreich und den USA geschlossen worden ist. Durch die Präsenz der „HMS Aston“ in Sterling arbeitet erstmalig australisches Personal mit britischen Ingenieuren bei der Wartung eines solchen U-Bootes zu Ausbildungszwecken zusammen.

Foto: Royal Navy
Im Mittelpunkt dieser Allianz steht die geplante Produktion von atomgetriebenen, konventionell bewaffneten AUKUS-Jagd-U-Booten (SSN). Diese Unterseeboote sollen die leistungsstärksten Jagd-U-Boote werden, über welche die Royal Navy je verfügt hat. Eine Aufgabe dieser Jagd-U-Boote ist der Schutz, der größeren strategischen Atom-U-Boote mit nuklear bewaffneten ballistischen Raketen (SSBN).
Die SSN-AUKUS-Boote sollen mehr als 7.000 neue Arbeitsplätze allein in Großbritannien schaffen. Das Vereinigte Königreich habe dafür rund sechs Milliarden Pfund Sterling (6,88 Milliarden Euro) seit Sommer 2024 in die kritische Infrastruktur der Werft in der nordwest-englischen Hafenstadt Barrow-in-Furness und in der Industriestadt Derby in den East Midlands von England investiert, so das Ministry of Defence. Alle 18 Monate soll dann ein solches U-Boot in Barrow vom Stapel gelassen werden.
Das Ministerium in London betonte in Bezug auf AUKUS „die Unteilbarkeit der euro-atlantischen und indo-pazifischen Volkswirtschaften und Sicherheiten.“ Der britische Verteidigungsminister John Healey MP verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass „unsere Gegner enger zusammenarbeiten“ würden, ohne das revisionistische Russland und das kommunistische China namentlich zu erwähnen.
Gerd Portugall
















