Das BAAINBw hat am 18. Dezember über zwei Rahmenverträge den europäischen Radpanzerbauer General Dynamics European Landsystems – Bridge Systems (GDELS-BS) mit der Lieferung von bis zu 4.000 geschützte Führungs- und Funktionsfahrzeuge, Klasse 2, (GFF 2) Eagle V 4×4 und bis zu 1.000 mittlere geschützte Sanitätskraftfahrzeuge (mgSanKfz) Eagle V 6×6 beauftragt. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte am Tag zuvor die Vorhaben gebilligt.
2.610 GFF 2 und 360 mgSanKfz festbestellt
Nach Informationen des BAAINBw auf WhatsApp wurden von den möglichen 4.000 GFF 2 als Festbestellung 2.610 Fahrzeuge abgerufen. Das Amt beschreibt den Eagle V 4×4 als ein geländegängiges Allradfahrzeug, das bei Heer, Luftwaffe, Marine, CIR und im Unterstützungsbereich genutzt wird. Es verfüge über einen hohen Insassenschutz z.B. gegen Sprengfallen oder ABC-Waffen.
Von den möglichen 1.000 mgSanKfz wurden 360 Stück festbestellt. Das mgSanKfz wird als geschütztes, allradangetriebenes Radfahrzeug beschrieben, das der mobilen sanitätsdienstlichen Erstversorgung sowie dem qualifizierten Verwundetentransport bei bestmöglichem Schutz der Besatzung dient. Beide Fahrzeugtypen sollen ab 2027 geliefert werden.
Zur Sicherstellung einer vertragskonformen Lieferung der Fahrzeuge im gesetzten Kosten- und Zeitrahmen an die Truppe baut GDELS mach eigener Angabe aktuell mehrere Produktionsstandorte in Deutschland auf. In die Serienfertigung der beiden EAGLE-Varianten werden neben zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Partnern in Deutschland auch bestehende und neue GDELS-Produktionsstandorte in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern einbezogen.
Strategie 24/500 für zeitgerechte Lieferung
„Das Vertrauen der Truppe in die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unserer Eagle-Fahrzeuge ist groß und erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit. Die beiden Ergänzungsbeschaffungen unterstreichen dieses Vertrauen nachdrücklich, aber auch das hohe Vertrauen der Bundeswehr in die industrielle Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens. Als zuverlässiger Partner der Bundeswehr werden wir alles daransetzen, die Fahrzeuge wie vertraglich vereinbart an die Truppe zu liefern“, sagte Thomas Kauffmann, GDELS-Vertriebsvorstand und Geschäftsführer der GDELS–Deutschland.
„Im Rahmen unserer 24/500-Strategie haben wir frühzeitig begonnen, signifikante Produktions- und Fertigungskapazitäten in Deutschland auszuplanen und in bestehende und neue Standorte entsprechend zu investieren. Wir stellen neue Mitarbeitende ein, gewinnen weitere Leistungspartner aus der deutschen Industrie und dem Mittelstand und stärken die Resilienz in unseren Lieferketten. Wir sind bereit und vorbereitet, die zurecht hohen Erwartungen unseres deutschen Kunden vollumfänglich zu erfüllen. Die Zeitenwende erlaubt keine Abstriche oder Kompromisse – wir sind uns dessen bewusst“, ergänzte Christian Kauth, Co-Geschäftsführer der GDELS–Deutschland und Geschäftsführer der GDELS–Bridge Systems.
Gerhard Heiming
















