Mit Investitionen in Höhe von über 20 Millionen Euro allein im kommenden Jahr, sowie der Schaffung von rund 400 neuen Arbeitsplätzen bis 2029 setzt die Kaiserslauterner Niederlassung von General Dynamics European Landsystems, GDELS-Bridge Systems, den Ausbau seiner Fertigungs- und Servicekapazitäten in Deutschland beschleunigt fort, teilte das Unternehmen am 23. September mit.

Der Geschäftsführer der GDELS–Deutschland, Thomas Kauffmann, hatte Anfang September auf der Handelsblattkonferenz „Wirtschaftsfaktor Rüstung“ die Unternehmensstrategie „24/500“ erläutert, die den Rahmen für die Kapazitätssteigerung bildet. Derzeit werden in Bayern und Baden-Württemberg Produktionswerke aufgebaut, in denen die kürzlich gegründete GDELS-Fahrzeugwerke geschützte Radfahrzeuge wie Piranha und Eagle bauen will. Dafür werden schon in diesem Jahr zehn Millionen Euro investiert, so Kauffmann.

Amphibie M3, 8×8 Piranha und 4×4 Eagle V sind die Hauptprodukte, für die GDELS die Produktionskapazitäten ausbaut. (Foto: Gerhard Heiming)

Ausbaupläne für Kaiserslautern und Sembach

Im nächsten Schritt werden die Produktionsstandorte Kaiserslautern und Sembach als integraler Bestandteil der Deutschlandstrategie umfassend ausgebaut. Ein zentrales Projekt ist dabei der Ausbau der Produktionshalle K16 auf dem Opel-Gelände in Kaiserslautern, schreibt GDELS. Auf über 10.000 Quadratmetern Hallenfläche soll eine Fertigungsstätte unter anderem für Schwimmbrücken entstehen. Parallel werde am Hauptsitz in Kaiserslautern die Produktionskapazität für das Amphibienfahrzeug M3 verdoppelt.

„Wir bekennen uns klar zur Region und investieren gezielt in Infrastruktur, Fertigungskapazitäten und in die Schaffung flächentarifgebundener, unbefristeter, qualifizierter Arbeitsplätze. Durch die Einbindung der lokalen und regionalen Zulieferindustrie und Dienstleister generieren wir eine hohe Wertschöpfung für Rheinland-Pfalz“, betont der Geschäftsführer von GDELS–Bridge Systems und GDELS–Deutschland Christian Kauth.

Ministerpräsident Alexander Schweitzer begrüßte die Unternehmensentscheidung: „Ich freue mich über die Entscheidung von GDELS–Bridge Systems zu einer Millionen-Investition an den Standorten Kaiserslautern und Sembach. Das stärkt den Industriestandort Rheinland-Pfalz und schafft rund 400 tarifgebundene Arbeitsplätze für die Region.“

Fokus auf der Amphibie M3

Am Hauptsitz des traditionsreichen Systemhauses GDELS–Bridge Systems produziert das Unternehmen seit 30 Jahren die Amphibie M3, die sich als amphibischer Brückenstandard innerhalb der NATO etabliert hat. Die M3 wurde kürzlich auch von Schweden, Dänemark und Lettland geordert. Weitere Beschaffungen stehen in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Norwegen kurz vor der Entscheidung. Bereits heute stammen nach GDELS-Angaben 90 Prozent der Schwimmbrücken-Kapazitäten der NATO aus Kaiserslautern.

GDELS–Bridge Systems voraussichtlich bis 2030 ausgelastet

Aktuell beschäftigt GDELS–Bridge Systems rund 550 Mitarbeitende. Der geplante Personalaufbau um 400 zusätzliche Stellen in allen Unternehmensbereichen, insbesondere jedoch Produktionsmitarbeiter wie beispielsweise Schweißer und Mechaniker, lässt GDELS zu einem der größten Arbeitgeber der Region werden.

„Die nachhaltige Auslastung unserer Standorte bis weit in die 2030er-Jahre ist bereits heute absehbar. Im Rahmen der Zeitenwende leisten wir einen entscheidenden Beitrag für die Bundeswehr aber auch für unsere internationalen Kunden“, so Kauth.

gwh