Der europäische Panzerbauer General Dynamics European Land Systems (GDELS) baut in Immenstaad einen neuen Standort in Deutschland auf und hat am 9. Dezember mit dem Bau eines Werks für die Montage und Integration von gepanzerter Radfahrzeugen begonnen. Einer GDELS-Mitteilung zufolge trafen sich traf sich die Führungsmannschaft des Unternehmens mit politischen Entscheidungsträgern aus der kommunalen und regionalen Verwaltung sowie dem Wahlkreisabgeordnete des deutschen Bundestages zum feierlichen Spatenstich.

Am neuen Standort in Baden-Württemberg soll eine Fertigungshalle mit 10.000 m² Produktionsfläche entstehen, mit angeschlossenem Büro- und Sozialbereich. Einhundert Mitarbeiter, allen voran Fachkräfte in der Produktion, sollen ab Ende 2026 im Rahmen der Deutschland-Strategie 24/500 gepanzerte Radfahrzeuge aus angelieferten Komponenten herstellen.

Führungskräfte von GDELS Antonio Bueno (4. v.l.) , Giuseppe Chillari (5. v.l.), Thomas Kauffmann (6. v.l.) mit den Festgästen beim Spatenstich. (Foto: GDELS)

Unternehmensstrategie 24/500

Mit der Unternehmensstrategie 24/500, die der Geschäftsführer der GDELS–Deutschland, Thomas Kauffmann, Anfang September auf der Handelsblattkonferenz „Wirtschaftsfaktor Rüstung“ die „24/500“ erläutert hat, will das Unternehmen ab 24 Monate nach der Auftragserteilung 500 gepanzerte Radfahrzeuge jährlich ausliefern.

Hierzu gehört neben den beiden zusätzlichen Produktionsstätten in Oberpfaffenhofen und Immenstaad auch die Kapazitätserweiterung an den Standorten Kaiserslautern/Sembach und Neubrandenburg. Die beiden süddeutschen Standorte werden dabei unter dem neuen Namen „GDELS– Fahrzeugwerke“ firmieren.

Aktuelle Aufträge

In jüngster Zeit hat GDELS von der Bundeswehr Lieferaufträge für Piranha in den Projekten Tactical Wide Area Network (TaWAN) und Luchs 2 und für die Amphibie M3 erhalten. Ein Auftrag für den geschützte Führungs- und Funktionsfahrzeug GFF Eagle V zeichnet sich ab.

Stimmen aus dem Unternehmen

„Der hier entstehende Fertigungsbetrieb wird nach den neuesten Richtlinien und mit modernster Ausstattung von Grund neu aufgebaut. Dabei haben wir von Beginn der Planung an besonderes Augenmerk auf maximale Flexibilität gelegt, um auf künftig schnell aufwachsende und wechselnde Kundenanforderungen reagieren zu können“, betonte GDELS Vice President und Deutschland-Geschäftsführer Thomas Kauffmann.

Giuseppe Chillari, GDELS Vice President und Geschäftsführer der in Kreuzlingen ansässigen GDELS–Mowag hob zudem auf die ideale Lage ab: „Immenstaad hat sich nicht nur mit seiner bedeutenden Ansiedlung anderer wichtiger Branchenunternehmen als Standort empfohlen, sondern vor allem auch aufgrund seiner strategischen Lage, welche die enge Vernetzung mit unseren bestehenden Betriebsstätten in Rheinland-Pfalz, Bayern wie auch in der Schweiz erheblich erleichtert. Mit den Fahrzeugwerken treten wir dem Flächentarifvertrag von Südwestmetall bei und freuen uns darauf, als neuer Arbeitgeber in der Region, unseren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung zu leisten.“

„Der umfassende Aufwuchs in Deutschland resultiert aus unseren Verpflichtungen der Bundeswehr gegenüber, die wir in bewährter Zuverlässigkeit, verzugsfrei erfüllen werden. Zeitgleich verstärken und erweitern wir unsere Kapazitäten an all unseren europäischen Standorten“, sagte GDELS-Präsident Antonio Bueno.

gwh